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09.12.2016 Stefan Bordel*

Komplettes Windows 10 bald auf dem Smartphone?

Bereits im kommenden Jahr sollen erste Windows-10-Geräte mit ARM-Chipsets auf den Markt kommen. Microsoft hat den Support für Qualcomm-Snapdragon-Prozessoren angekündigt.

Windows 10 soll nun auch in ultramobilen Tablets und 2-in-1-Geräten Einzug halten.

Windows 10 soll nun auch in ultramobilen Tablets und 2-in-1-Geräten Einzug halten.

© Fotolia

Windows 10 soll nun auch in ultramobilen Tablets und 2-in-1-Geräten Einzug halten: Microsoft hat die vollständige Unterstützung für bestimmte ARM-Prozessoren aus dem Hause Qualcomm angekündigt. Bereits im kommenden Jahr sollen erste Snapdragon-Geräte auf den Markt kommen, die sowohl Universal Windows Apps als auch herkömmliche x86-32-Bit-Anwendungen ausführen können. Als Beispielprogramme führen die Redmonder Adobe Photoshop, Microsoft Office sowie populäre Windows-Spiele auf.

Die neuen Geräte sollen die Vorzüge der sparsamen Qualcomm-Chipsets mit der Funktionsvielfalt eines vollständigen Windows-Betriebssystems kombinieren und dank integrierter Funkmodule ständige Konnektivität sichern. Enterprise-Anwender können dadurch auch unterwegs auf alle unternehmenskritischen Anwendungen zugreifen und müssen keine Einbussen bei der Mobilität in Kauf nehmen.

Microsoft und Intel scheiterten mobil
Microsoft hatte bereits in der Vergangenheit Windows-Geräte mit ARM-Chipsets auf den Markt gebracht. Allerdings war das darauf installierte Windows RT nicht in der Lage, herkömmliche x86-Anwendungen auszuführen. Die Nutzer waren daher auf den vergleichsweise spärlich ausgestatteten Windows Store angewiesen, was die Popularität des Betriebssystems stark beeinträchtigte. Mit dem Start von Windows 10 legte Microsoft das Projekt RT ad acta.

Ähnlich erfolgreich wie Windows RT gestaltete sich auch Intels Versuch, mit seinen Atom-Chipsets die ARM-Vorherrschaft im Bereich mobiler Endgeräte anzufechten. Zuletzt war die Prozessorfamilie lediglich noch in kostengünstigen Windows-Tablets vorzufinden, bis Intel die Atom-Chips schliesslich zugunsten der neuen Core-M-Prozessoren eingestellt hatte.

Seither klafft eine Lücke im Portfolio der Redmonder, die nun mit der Unterstützung von Snapdragon-Prozessoren geschlossen werden soll. In einem kurzen Videoclip zeigt Microsoft ein Windows-10-Testsystem, das von einem Snapdragon 820 im Zusammenspiel mit vier GB Arbeitsspeicher betrieben wird.

*Stefan Bordel ist Redakteur von PCTIPP.

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