Elektromobilität, Big Data und selbstfahrende Fahrzeuge verändern Automobilbranche Elektromobilität, Big Data und selbstfahrende Fahrzeuge verändern Automobilbranche - Computerwelt

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Elektromobilität, Big Data und selbstfahrende Fahrzeuge verändern Automobilbranche

Big Data wird in der Automobilbranche künftig eine große Rolle spielen und Elektromobilität eine entscheidendes Zukunftsthema sein. Weiters soll autonomes Fahren traditionelle Kaufkriterien verschwinden lassen. Zu diesen Ergebnissen kommt KPMG in seiner Global Automotive Executive Studie.

"Elektromobilität" sowie "Vernetzung & Digitalisierung" sind die bedeutendsten Trends der kommenden zehn Jahre.

"Elektromobilität" sowie "Vernetzung & Digitalisierung" sind die bedeutendsten Trends der kommenden zehn Jahre.

© KPMG

In den Vorstandsetagen der Automobilbranche ist man sich einig: "Elektromobilität" sowie "Vernetzung & Digitalisierung" sind die bedeutendsten Trends der kommenden zehn Jahre. Rund die Hälfte der befragten Führungskräfte sieht in diesen Themen die Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt die 18. KPMG Global Automotive Executive Studie, die knapp 1.000 Entscheidungsträger aus 42 Ländern zur Entwicklung der Branche befragt. 

"Kaum eine Branche befindet sich nach jahrzehntelangem Erfolg mit einem nahezu unveränderten Geschäftsmodell vor einem derart großen Paradigmenwechsel wie die Automobilbranche", fasst KPMG Partner Klaus Mittermair die Studienergebnisse zusammen. "Zahlreiche Trends beeinflussen die Mobilität von morgen. Für die Vertreter heißt es nun, sich mit allen eingehend zu befassen." Hin- und hergerissen ist man in den Vorstandsetagen etwa in Hinblick auf traditionelle Verbrennungsmotoren. Einerseits glauben 76 Prozent der Befragten, dass Verbrennungsmotoren noch lange wichtiger sein werden als elektrische Antriebstechnologien. Andererseits werden sie als sozial inakzeptabel eingestuft.

Die Studie geht davon aus, dass der Anteil an Elektroautos bis 2023 auf über 30 Prozent steigen wird. Mehr als die Hälfte der Führungskräfte vermutet, dass Dieselmotoren langfristig aus der Produktion verschwinden werden. Gleichzeitig planen die Unternehmen hohe Investitionen sowohl in traditionelle Verbrennungsmotoren als auch in revolutionäre Antriebstechnologien.

50 Prozent weniger Autobesitzer in zehn Jahren?
Die Mehrheit der Führungskräfte (83 Prozent) erwartet eine tiefgreifende Veränderung der Geschäftsmodelle in der Automobilbranche in den nächsten fünf Jahren. Dass sich diese ändern müssen, zeigt sich auch in folgendem Umfrageergebnis: 59 Prozent der Führungskräfte nehmen an, dass die Hälfte der derzeitigen Autobesitzer bis 2025 kein Auto mehr besitzen will. Die aktuellen Geschäftsmodelle der Branche basieren jedoch ausschließlich auf dem Besitz von Fahrzeugen. Um einen drastischen Umsatzeinbruch zu vermeiden, müssen Strategien grundlegend verändert werden.

Daten als Geschäftsmodell der Zukunft
85 Prozent der Befragten stimmen überein, dass die intelligente Verknüpfung von fahrzeug- und kundenbezogenen Daten Kernelement zukünftiger Geschäftsmodelle sein wird. "Das Auto ist im Zusammenspiel mit dem Menschen und der Umwelt eine gigantische Datengenerierungsmaschine", erklärt KPMG Partner Yann-Georg Hansa. "Doch Kunden werden sich des Mehrwerts ihrer Daten immer bewusster und werden diese zukünftig nicht mehr ohne Gegenleistung zur Verfügung stellen. Hier muss die Automobilindustrie innovativ werden." Doch die Branche zeigt sich optimistisch: 83 Prozent der Befragten glauben, dass Automobilhersteller mit Daten zukünftig Geld verdienen können. Dazu werden neue Formen der Kooperation nötig. 55 Prozent sind der Meinung, dass traditionelle Hersteller und Unternehmen aus dem Informations- & Kommunikationstechnologiebereich stark zusammenarbeiten werden.

Autonomes Fahren verändert Kaufkriterien
In der Automobilbranche wird auch in puncto Kaufkriterien mittelfristig kein Stein auf dem anderen bleiben. Die wichtigsten Kriterien der Vergangenheit waren Geschwindigkeit, Komfort und Leistung. Mit dem Einsatz selbstfahrender Autos finden hier grundlegende Umwälzungen statt. "Wenn man als Mensch vom Fahrer zum Beförderten wird, ändern sich in logischer Konsequenz auch die Kriterien für den Autokauf", erklärt Klaus Mittermair. "Es geht nicht mehr um das Lenken und Steuern des Autos, sondern darum, wie ich meine Zeit im Auto bestmöglich nutzen kann."

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