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05.01.2017 Klaus Lorbeer/pi

Umfrage: Österreichs Unternehmen noch nicht fit für das digitale Zeitalter

Für den Randstad Workmonitor im 4. Quartal 2016 wurden Arbeitnehmer auf der ganzen Welt befragt. 84 Prozent finden eine digitale Strategie ist im Zeitalter von Industrie 4.0 für jedes Unternehmen ein Muss. Von den 400 befragten Österreicher stimmen dieser Meinung 71 Prozent zu – damit weist Österreich die weltweit viertschwächste Zustimmung auf.

71 Prozent der befragten Österreicher sind der Meinung. dass es einer digitalen Strategie bedarf.

71 Prozent der befragten Österreicher sind der Meinung. dass es einer digitalen Strategie bedarf.

© Randsted

Wie ein roter Faden zieht sich durch die Umfrageergebnisse des Randstad-Workmonitors, dass die Österreicher sich noch nicht ganz im digitalen Zeitalter angekommen sehen. Egal, ob es um das Vorhandensein einer digitalen Strategie im eigenen Unternehmen (48 Prozent Zustimmung), der Notwendigkeit von digitalem Zusatz-Knowhow (50 Prozent) oder der Notwendigkeit, sich persönlich in diesem Bereich weiterzubilden (40 Prozent) geht: Die Österreicher landen weltweit immer unter den letzten vier Plätzen. Dies setzt einen Trend fort, der sich schon bei einer ähnlichen Workmonitor-Befragung im 1. Quartal gezeigt hatte, als sich die Österreicher bereits weltweit am sichersten im Umgang mit moderner Technik eingeschätzt hatten.

Keine Angst vor Automatisierung
Eine Auswirkung von Industrie 4.0 ist u.a., dass viele niedrig qualifizierte Jobs künftig durch Automatisierung wegzufallen drohen. Und auch 44 Prozent der weltweit befragten Arbeitnehmer geben durchaus zu, dass ihre Arbeit zu einem Großteil repetitiv ist oder aus Routine-Aufgaben besteht und somit durch Maschinen und Computerprogramme automatisiert werden könnte. Weitaus optimistischer sehen dies allerdings die Österreicher: Niemand glaubt stärker daran, dass die eigene Arbeit nicht automatisierbar ist (75 Prozent). Ob dies nur eine überaus selbstbewusste Einschätzung ist oder sich die Arbeit der Österreicher tatsächlich im weltweiten Vergleich als komplexer erweist, bleibt durch die Umfrage allerdings unbeantwortet.

Randstad Workmonitor seit 2014 auch in Österreich
Der Randstad Workmonitor wurde 2003 von dem gleichnamigen niederländischen Personaldienstleisterunternehmen ins Leben gerufen und deckt derzeit 34 Länder in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika ab. Der Randstad Workmonitor wird vierteljährlich veröffentlicht, um sowohl globale als auch lokale Trends der Arbeitsmobilität regelmäßig sichtbar zu machen. 2014 wurde der Randstad Workmonitor auch in Österreich eingeführt.

Die quantitative Studie wird über einen Online-Fragebogen durchgeführt. Befragt werden Personen im Alter von 18-65 Jahren, die mindestens 24 Stunden pro Woche einer bezahlten Erwerbstätigkeit nachgehen (keine selbständig Erwerbstätigen). Die minimale Stichprobengröße liegt - wie im Fall von Österreich - bei 400 Befragungen pro Land und wird von Survey Sampling International (SSI) durchgeführt. Die Untersuchung für das 4. Quartal 2016 hat vom 26. Oktober bis 9. November 2016 stattgefunden.

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