China baut Exascale-Computer bis Ende des Jahres China baut Exascale-Computer bis Ende des Jahres - Computerwelt

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19.01.2017 pte

China baut Exascale-Computer bis Ende des Jahres

China entwickelt einen eigenen Supercomputer und will bis Jahresende den Prototyp eines Exascale-Computers entwickeln. Der geplante „Super-Rechner" soll laut den Entwicklern des National Supercomputing Center (NSCC) mindestens zehn hoch 18 Fließkommaoperationen pro Sekunde (Flops) durchführen können.

Der chinesische Supercomputer "Tianhe-2" kam bereits 2010 auf 55 Petaflops.

Der chinesische Supercomputer "Tianhe-2" kam bereits 2010 auf 55 Petaflops.

© National Supercomputing Center (NSCC)

Der geplante Supercomputer soll bis zum Jahr 2020 zu einem vollständigen System aus Supercomputer und entsprechenden Anwendungen ausgebaut werden. "Der Exascale-Computer wäre dann rund 200 Mal schneller als der erste Petaflop-Rechner des Landes namens 'Tianhe-1', der 2010 als der schnellste der Welt gegolten hat", heißt es vom NSCC.

Supercomputer der nächsten Generation
"Exascale-Computer sind gewissermaßen die nächste Generation von Supercomputern", erklärt Siegfried Benkner, Leiter der Forschungsgruppe Scientific Computing an der Fakultät für Informatik der Universität Wien. Würden heutige Modelle rund zehn hoch 15 Rechenvorgänge pro Sekunde schaffen, zeichne sich ein Exascale-Rechner eben dadurch aus, dass er mindestens zehn hoch 18 entsprechende Berechnungen durchführen kann. "Ein wesentlicher Unterschied ist auch, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden Prozessoren deutlich höher ist. Exascale-Systeme dringen dabei in den Bereich von 100 Mio. Prozessoren vor", erläutert Benkner.

Einsatzmöglichkeiten
Und für welche Zwecke lässt sich eine derartige Rechen-Power in der Praxis einsetzen? "Die Einsatzmöglichkeiten sind enorm breit gefächert. Es gibt mittlerweile kaum noch einen wissenschaftlichen Bereich, für den solche Supercomputer nicht interessant sind", betont der Experte. "Mit dieser gewaltigen Rechenleistung lassen sich viele komplexere Simulationen durchführen und riesige Datenmengen in relativ kurzer Zeit auswerten. Praktische Anwendungsbeispiele reichen etwa von detailgenauen Klimamodellen zur Verbesserung der Wettervorhersage oder zur Simulation der möglichen Auswirkungen von Naturkatastrophen wie Tsunamis und Sturmfluten", erklärt Benkner.

China auf Platz eins
Dass gerade China einen Exascale-Computer bauen will, kommt nicht von ungefähr. Das Reich der Mitte hat sich im Laufe der vergangenen Jahre zum internationalen Top-Player in Sachen Supercomputing entwickelt. Auch in der aktuellen Top-500-Liste  der schnellsten Rechner der Welt liegt China mit dem System "Sunway TaihuLight" auf Platz eins. Die Konfiguration aus insgesamt 10.649.600 Prozessorkernen kommt auf eine Rechenleistung von 124,5 Petaflops (ein Petaflop entspricht zehn hoch 15 Flops). "Der Next-Generation Exasclae-Computer wird nicht nur bei der Rechengeschwindigkeit, sondern auch bei der Datenübertragungseffizienz neue Maßstäbe setzen", ist das NSCC überzeugt.

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