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19.01.2017 Klaus Lorbeer/pi

Sage-Studie: Die Politik entscheidet über die Köpfe von KMUs hinweg

Eine weltweit durchgeführte Studie von Sage belegt, dass sich nur 27 Prozent der 5.500 befragten Unternehmen durch die Politik bei politischen Entscheidungen repräsentiert fühlen.

Kleine Unternehmen fühlen sich bei politischen Entscheidungsprozesss nicht ausreichend repräsentiert bzw. übergangen.

Kleine Unternehmen fühlen sich bei politischen Entscheidungsprozesss nicht ausreichend repräsentiert bzw. übergangen.

© Sage

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben das Gefühl, dass sie nichts zu sagen haben, wenn in ihrem Land politische Entscheidungen getroffen werden. Das legt eine Studie der weltweiten Sage Gruppe, dem Markt- und Technologieführer für Cloud-basierte Buchhaltungs-, Lohnabrechnungs- und Bezahlsysteme, nahe, die das Unternehmen im Vorfeld des diesjährigen Weltwirtschaftsforums von Davos erstellt hat. Die Untersuchung unter mehr als 5.500 Unternehmen aus 19 Ländern aus dem November 2016 zeigt, dass sich 63 Prozent der Entrepreneure nicht durch die Politik vertreten fühlen - und das in einem Jahr der politischen Instabilität und des Wandels. In Deutschland nahmen 442, in Österreich 38 und in der Schweiz 33 KMU an der Befragung teil, von denen sich 61 Prozent (D), 63 Prozent (Ö) und 48 Prozent (CH) nicht gut durch die Politik vertreten fühlten. 

Fürsprecher für die Belange des Mittelstandes
Die Studienergebnisse wurden vom "Sage Forum for Business Builders" veröffentlicht, das mit Beginn dieses Jahres für KMU geöffnet wurde. Das Forum soll Unternehmerinnen und Unternehmern auf der ganzen Welt eine Plattform bieten, in der sie ihre Ansichten zu Gehör bringen und ihre Erfahrungen teilen können, die sie als Gründer und Geschäftsführer mit Hürden und Stolperfallen auf dem Unternehmensweg machen. Zugleich will die von Sage initiierte Plattform politische Unterstützung geben, zudem gibt es im Rahmen des Forums eine Vielzahl von Veranstaltungen mit politischem Hintergrund. 

Die weitere Umfrage ergab, dass für KMUs die größte Herausforderung für das Jahr 2017 die staatliche Bürokratie und die Gesetzgebung darstellt (23 Prozent), gefolgt vom Fachkräftemangel (12 Prozent) und der Beschaffung von Investitionsmitteln (Finanzierung und Kapitalzugang - 11 Prozent). Ebenfalls 11 Prozent der Befragten nennen es eine Herausforderung internationale Märkte zu betreten. Und immerhin noch 8 Prozent beklagen den Mangel an wichtigen Infrastruktureinrichtungen wie Breitband und Telekommunikationsverbindungen.

Stephen Kelly, CEO von Sage, ist von den Ergebnissen der Studie nicht überrascht. Obwohl Unternehmer zwei Drittel  aller neuen Jobs in den entwickelten Ökonomien der Welt kreierten und auch keine persönlichen Opfer scheuten, um ihr Unternehmen voranzubringen, spielte ihre Meinung keine Rolle, wenn die politischen Entscheider der Welt die globale Ökonomie-Landschaft diskutierten, so der Sage-CEO. Bestes Beispiel sei das Weltwirtschaftsforum in Davos, wo KMU weitestgehend von der Agenda ausgeschlossen sind. Aus diesem Grund starte Sage auch das "Sage Forum for Business Builders" und will damit dazu beitragen, diese unbefriedigende Situation zu ändern, so Kelly.

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