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20.01.2017 pte

Neues Mozilla-Logo verwirrt den Browser

Mozilla, die Organisation hinter dem Browser Firefox, wollte mit dem neuen Logo "moz://a" auf grundlegende Protokolle im Web anspielen – und trickst dabei so manchen Browser aus, der das Logo als Eingabe in der Adresszeile betrachtet.

Die neue Mozilla-Schreibweise moz://a wird - als Suchbegriff eingegeben - von vielen Browsern irrtümlicherweise als unbekanntes Protokoll fehlinterpretiert.

Die neue Mozilla-Schreibweise moz://a wird - als Suchbegriff eingegeben - von vielen Browsern irrtümlicherweise als unbekanntes Protokoll fehlinterpretiert.

© Moz://a

Manche Browser vermuten bei der Eingabe von "moz://a" in die Adresszeile - so, wie das viele User mit zu suchenden Begriffen machen - ein unbekanntes Protokoll und spucken daher Fehlermeldungen aus. In Mozilla-Foren wiederum sind Diskussionen entbrannt, wie genau Firefox selbst die Zeichenfolge interpretieren sollte.

Protokoll-Verwirrung
Das Logo moz://a soll den Einsatz für ein offenes Web unter anderem dadurch symbolisieren, dass es die zur Kennzeichnung von Verbindungsprotokollen wie HTTP und FTP typische Zeichenfolge "://" anstelle von "ill" enthält. Eben das verwirrt Apples Safari sowie die aktuellste für das immer noch verbreitete Windows 7 verfügbare Internet-Explorer-Version. Sie vermuten bei Eingabe in die Adresszeile, dass "moz://a" ähnlich wie "http://" eine Adresse anzeigen sollte und reagieren daher mit Fehlermeldungen auf die neue Mozilla-Schreibweise. Der Browser Brave http://brave.com wiederum scheint auch nicht zu wissen, was er von der Zeichenfolge halten soll - und macht daher einfach nichts.

Die aktuellen Versionen der Browser Chrome, Edge, Firefox und Opera dagegen fassen die Zeichenfolge moz://a in der Adresszeile so wie fast alles als Suchbegriff auf. Zumindest theoretisch könnte sie also zu Mozilla führen. Doch muss die Organisation da noch an der Suchmaschinenoptimierung arbeiten. Das könnte vielleicht Moz übernehmen - der SEO-Spezialist ist immerhin der englischsprachige Top-Treffer für moz://a. In Österreich darf indes die Universität Mozarteum derzeit auf erhöhte Aufmerksamkeit hoffen. Dass diese Top-Treffer offenbar nur am "moz" hängen, wirft zudem die Frage auf, ob Mozillas Logo auch die Google-Suche irritiert.

Richtungsdiskussion
Für viele Programmierer scheint klar, dass zumindest der Mozilla-Browser Firefox auch wissen sollte, was genau moz://a ist. Das zeigen verschiedene Diskussionen unter anderem in den Buggzilla-Foren. Allerdings herrscht keine wirkliche Einigkeit darüber, wie Firefox die Zeichenfolge auflösen sollte. Einfach wie "about:mozilla" behandeln, wäre freilich eher ein reines Easteregg, als Link zum Mozilla-Manifest http://mozilla.org/about/manifesto für Durchschnittsuser wohl informativer. Jedenfalls sollte eine etwaige Lösung möglichst einfach sein, so Richard Newman, Firefox Architect bei Mozilla. Er fragt lapidar: "Haben wir alle nichts Wichtigeres zu tun?"

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