Die disruptiven Techniktrends der kommenden drei Jahre Die disruptiven Techniktrends der kommenden drei Jahre - Computerwelt

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26.01.2017 Klaus Lorbeer/pi

Die disruptiven Techniktrends der kommenden drei Jahre

Die diesjährige Ausgabe der Studie "Accenture Technology Vision 2017" steht unter dem Motto "Technologie für Menschen". Die Studie zeigt anhand von fünf Trends auf, wie die Konsumenten vom technologischen Wandel profitieren werden und warum es sich für Unternehmen lohnt, diese Trends aufzugreifen.

Benrhard Wurmb, Managing Director Accenture und Technology Lead bei Accenture Österreich

Benrhard Wurmb, Managing Director Accenture und Technology Lead bei Accenture Österreich

© Accenture / K. Rossboth

Entscheidend ist, dass Unternehmen neue Technologien einsetzen, um menschliche Fähigkeiten zu ergänzen und zu erweitern, so eine der Kernaussagen der Accenture-Studie. Zudem sind die Autoren der "Technology Vision" überzeugt, dass wir uns am Anfang eines neuen Technologiezeitalters befinden, in dem nicht allein der Nutzen von Technologie für den Menschen im Vordergrund steht, sondern der Einzelne auch immer größeren Einfluss auf ihr Design und ihren Einsatz nimmt. So richten sich Technologien zukünftig noch viel stärker an den individuellen Bedürfnissen der Menschen aus und antizipieren diese. Die Folge: Die Nutzererfahrung wird hyper-personalisiert und Technologie lernt vom Menschen.

"Die Geschwindigkeit des technologischen Wandels ist atemberaubend. Wir erleben derzeit den größten Umbruch seit dem Beginn des Informationszeitalters", sagt Bernhard Wurmb, Geschäftsführer bei Accenture Österreich. "Je stärker Technologie unsere Arbeit und unser Leben verändert, umso größer sind die gesellschaftlichen Herausforderungen, aber auch die neuen Möglichkeiten, die damit einhergehen. Letztlich liegt die Gestaltungshoheit darüber, wie dieser Wandel unser Leben verändert, bei den Menschen selbst." Damit sieht Wurmb aber auch die Führungspersönlichkeiten in Wirtschaft und Gesellschaft in Verantwortung. Er sei aber zuversichtlich, dass diese Menschen den positiven Einsatz dieser neuen Technologien sicherstellten, so der Accenture-Geschäftsführer.

Für die Technology Vision befragte Accenture mehr als 5.400 Führungskräfte und IT-Manager in 31 Ländern weltweit, darunter auch in Österreich. Neun von zehn Befragten (86 Prozent) sind demnach der Meinung, dass es nicht nur rapide Fortschritte bei einzelnen Technologien sind, die zu Innovationen führen, sondern erst das Zusammenspiel dieser Technologien echte Durchbrüche ermöglicht.

Die fünf Trends der Technology Vision 2017
- Künstliche Intelligenz wird das neue User-Interface: Künstliche Intelligenz (KI) kommt in immer mehr Bereichen zum Einsatz, denn sie ermöglicht die einfache und intelligente Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Damit wird KI zum neuen User-Interface, die unseren Umgang mit virtuellen Systemen von Grund auf verändern wird. 97 Prozent der von Accenture befragten Experten sind der Ansicht, dass KI die Art und Weise, wie ihr Unternehmen neue Erkenntnisse über Kunden gewinnt und mit ihnen interagiert, revolutionieren wird.

1) Design für den Menschen: Die Frage, wie Technologie gestaltet ist und welche Funktionen sie haben soll, wird von Menschen für Menschen entschieden. Technologie ordnet sich unseren Verhaltensweisen unter und passt sich ihnen an. Gleichzeitig erlernt sie unsere Gewohnheiten und unterstützt den Einzelnen damit bei der reibungslosen Bewältigung seines Alltags. Vier von fünf befragten Führungskräften (80 Prozent) gaben an, dass Unternehmen sich zukünftig noch stärker an den Wünschen ihrer Kunden orientieren müssen, um besser zu verstehen, wie Technologie Verbrauchern noch größeren Nutzen bringen kann.

2) Vom Ökosystem zum Makrokosmos: Plattformanbieter, die den Zugriff auf unterschiedliche Services über einen einzigen Zugangspunkt ermöglichen, haben die Regeln des Wettbewerbs komplett auf den Kopf gestellt. Unternehmen sind nun zum Umdenken ihrer bisherigen Geschäftsmodelle gezwungen. Eine Plattformstrategie allein reicht heute nicht mehr aus. Stattdessen ist ein umfangreicher und robuster Ökosystem-Ansatz gefragt, um den Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil im "neuen Informationszeitalter" zu verschaffen. Mehr als ein Viertel der Führungskräfte (27 Prozent) ist der Meinung, dass digitale Ökosysteme die Wertschöpfung in ihrem Unternehmen von Grund auf verändern.

3) Portale für freie Mitarbeiter gewinnen an Bedeutung: Die Zahl der Online-Plattformen, in denen freie Mitarbeiter ihre Unterstützung anbieten, hat stark zugenommen. Gleichzeitig sind kollaborative Tools zur ortsunabhängigen Zusammenarbeit von Mitarbeitern heute allgegenwärtig. Diese Entwicklungen führen dazu, dass immer mehr Unternehmen ihre traditionellen Hierarchien auflösen und durch Online-Marktplätze für freie Mitarbeiter ersetzen. Damit erleben wir eine der größten Veränderungen in der Organisationsweise von Unternehmen seit der industriellen Revolution. 85 Prozent der Führungskräfte planen, in den kommenden zwölf Monaten noch stärker auf freie Mitarbeiter in ihrem Unternehmen zu setzen.

4) Neuland betreten: In der digitalen Wirtschaft von heute, in denen Ökosysteme eine prominente Rolle einnehmen, müssen Unternehmen bereit sein, sich auf neues Terrain vorzuwagen und altbekannte Denkweisen abzulegen. Die Herausforderung besteht darin, nicht mehr nur Produkte und Services zu entwickeln, sondern wesentlich weiter zu denken: Es geht darum, bereits heute die Regeln und Standards für ganz neue Geschäftsfelder zu etablieren, deren Entstehen sich durch die Digitalisierung gerade erst abzeichnet. Tatsächlich sind knapp drei Viertel der Führungskräfte (74 Prozent) der Ansicht, dass ihr Unternehmen zukünftig komplett neue digitale Geschäftsfelder erschließen wird, die bisher noch nicht einmal definiert sind.

Weitere Informationen zur diesjährigen Technology-Vision-Studie gibt es unter www.accenture.com/technologyvision

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