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Unternehmen müssen jetzt bei Künstlicher Intelligenz aktiv werden, um auch künftig eine Rolle zu spielen

Unternehmen verfügen nur über ein sehr begrenztes Zeitfenster, um im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) aktiv zu werden – das ist das Ergebnis eines Reports von Avanade, einem Anbieter von digitalen und Cloud-basierten Diensten, Business-Lösungen und designorientierten Anwendungen. Demnach wird nur wer jetzt mit der Entwicklung einer KI-Strategie beginnt und Technologien testet, auch künftig gut aufgestellt sein.

Christiane Noll, Geschäftsführerin von Avanade Österreich.

Christiane Noll, Geschäftsführerin von Avanade Österreich.

© Avanade

Laut dem Report "Avanade Technology Vision 2017" stehen wir momentan am Scheitelpunkt einer neuen Dekade der digitalen Disruption, die durch KI und Automatisierung weiter vorangetrieben wird. Die beginnende AI-First-Zeitrechnung wird weitreichende Möglichkeiten für Unternehmen eröffnen, ähnlich der PC-Revolution in den 1990er Jahren. Voraussetzung für den Erfolg ist allerdings, jetzt die Transformationsphase einzuleiten.

Der Report hebt hervor, dass die AI-First-Ära Unternehmen bereits neue Möglichkeiten eröffnet, wie sie mit Kunden und Mitarbeitern serviceorientierter und intensiver interagieren können. So gebe es bereits Anwendungsfälle, in denen Mitarbeiter unter Einbeziehung von KI bessere Ergebnisse schneller erzielen – insbesondere in den Bereichen intelligenter Automatisierung, Robotic Process Automation (RPA) und physischer Automatisierung.

Die Konvergenz von Cloud, Big Data und Mobile wird gemäß des Reports dazu führen, dass KI-basierte Schnittstellen Anwendern noch reichhaltigere Interaktionen ermöglichen: Die jeweilige Situation steht dabei im Mittelpunkt – ein Ansatz, der noch über die individuelle Berücksichtigung von Kunden und Mitarbeitern hinausreicht.

Gleichzeitig macht der Report deutlich, dass Unternehmen verantwortlich handeln und ethische Richtlinien beachten müssen, weil jede digitale Aktion auch unerwünschte Effekte nach sich ziehen kann. KI verändert demnach grundlegend die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und die Welt verstehen. Diese allumfassende Digitalisierung erfordert ein neues Verständnis von unternehmerischer Verantwortung.

Automatisierung
"Künstliche Intelligenz verbessert nicht nur die Effizienz in Unternehmen sowie die Funktionalität und Zuverlässigkeit der Produkte; vielmehr sprechen wir hier von den aktuell bedeutendsten Technologien, die Unternehmen ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen können", sagt Christiane Noll, Geschäftsführerin von Avanade Österreich. "Mehr und mehr einfache Tätigkeiten werden automatisiert. Dies reduziert Fehlerquellen und schafft freie Kapazitäten für neue Themen in der digitalen Ökonomie. Mitarbeiter wollen und müssen daher ihre Kapazitäten anspruchsvollen Aufgaben widmen, die sie selbst und auch die Unternehmen nach vorne bringen."

Fünf Kernbereiche
Die Avanade Technology Vision identifiziert fünf Kernbereiche, in denen Unternehmen jetzt aktiv werden müssen, um in der AI-First-Ära zu bestehen:

  • 1. KI als neue Erlebnis-Ebene nutzen: Kunden werden nicht einfach in Apps oder im Internet unterwegs sein. Sie werden durch KI ermöglichte Assistenten und unsichtbare Nutzerschnittstellen erwarten. Außergewöhnliche und nutzbringende Erlebnisse werden zukünftig ebenso von Anwendern vorausgesetzt – etwa mit Sprachsteuerung, Mixed Reality und haptischen Erlebnissen.
  • 2. Mitarbeitern neue Möglichkeiten an die Hand geben: Die Zugewinne aus innovativen Arbeitsplätzen haben bereits ein hohes Niveau erreicht. Mit KI können Unternehmen jedoch nochmals ein höheres Maß an Effektivität und Effizienz erreichen. Eine dadurch befähigte Belegschaft wird auch dazu beitragen, die besten Talente zu gewinnen.
  • 3. Einstieg in die Platform Economy: Unternehmen müssen bereit sein, nahtlose KI-basierte Plattformen zu schaffen und zu nutzen – innerhalb ihrer Branche, und wichtiger darüber hinaus. Nur so erreichen sie Kunden dort, wo sie sich gerne aufhalten.
  • 4. Auf DesignOps setzen – überall: Nur die Kombination von Design Thinking und modernen technischen Grundsätzen wird die Transformation digitaler Unternehmen hin zur vollständigen Anwender-Zentriertheit ermöglichen. Unternehmen sollten jetzt beginnen, eine entsprechende Kultur und Geisteshaltung sowie das passende Geschäftsmodell zu entwickeln, um für die DesignOps-Revolution bereit zu sein – bei der sich alles um den Anwender und den Mehrwert drehen wird.
  • 5. Verantwortungsvoll handeln und an sekundäre Folgen denken: Der Aufstieg der Künstlichen Intelligenz wird unser Leben, unsere Arbeitsweise und unser Verständnis von der Welt fundamental verändern. Unternehmen sind daher gut beraten, ein Rahmenwerk für digitale Ethik zu entwickeln. Dort sollten Themen wie Datenschutz, Vertrauen und Privatsphäre behandelt werden, ergänzt um Richtlinien zur Erfassung und Nutzung von Daten.

Christiane Noll ergänzt dazu: "Künstliche Intelligenz ist Realität. Unternehmen, die jetzt auf den Zug aufspringen, werden die Produktivität sowie das Engagement und die Zufriedenheit der Mitarbeiter auf ein neues Niveau heben. Die Technologie ist auch eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, da es möglich ist, einen Fokus auf wirklich wertschöpfende Fachthemen zu legen."

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