Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


14.02.2017 Klaus Lorbeer/pi

Der technologische Wandel wird außerhalb der IT-Abteilungen angestoßen

Laut einer neuen weltweit durchgeführten VMware-Studie glauben fast zwei Drittel (62 Prozent) der Führungskräfte in Österreich, dass die IT-Abteilung nicht mehr als Vorreiter beim strategischen Management von Technologien gilt. Demnach treffen andere Fachabteilungen technologische Entscheidungen und treiben damit Innovationen voran.

IT-Abteilungen müssen sich den Veränderungen in der Geschäftswelt stellen und anpassen, um weiterhin ein entscheidender Akteur zu bleiben.

IT-Abteilungen müssen sich den Veränderungen in der Geschäftswelt stellen und anpassen, um weiterhin ein entscheidender Akteur zu bleiben.

© VMware

Die Dezentralisierung der IT bringt zahlreiche geschäftliche Vorteile mit sich, so die Kernaussage der globalen Studie auf Basis einer Befragung von IT-Entscheidungsträgern und Abteilungsleitern. Unter Dezentralisierung der IT versteht man, wenn Mitarbeiter eines Unternehmens, die nicht zur IT-Abteilung gehören, IT-Käufe tätigen, Software installieren oder betreiben, oder wenn Mitarbeiter nicht-zugelassene Software, wie beispielsweise Dropbox nutzen, ohne die zentrale IT-Abteilung hinzuzuziehen. Die in der Studie genannten Vorteile der Dezentralisierung der IT sind: Neue Produkte und Services können schneller auf den Markt gebracht werden (65 Prozent), Unternehmen verfügen über mehr Freiraum um Innovationen voranzutreiben (60 Prozent) und auf sich verändernde Marktbedingungen kann besser reagiert werden (63 Prozent). Dass neben der IT-Abteilung auch andere Bereiche Verantwortung für IT- und Technologieressourcen beanspruchen, hat positive Auswirkungen auf die Personalentwicklung: die Mitarbeiterzufriedenheit wird gestärkt (67 Prozent) und junge Talente können leichter angeworben werden (65 Prozent).

Große Herausforderungen für die IT-Abteilung
Diese Entwicklung geht allerdings auch mit zahlreichen Herausforderungen einher. Laut der in Österreich befragten Führungskräfte werden sich Kosten für IT-Services verdoppeln (60 Prozent). Zudem sehen sich Unternehmen mit der zunehmenden Komplexität für die Servicequalität (57 Prozent) konfrontiert und es werden zunehmend sicherheitskritische Lösungen erworben (40 Prozent). Darüberhinaus erfolgt die Dezentralisierung der IT gegen den Willen der IT-Abteilung, knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) strebt eine zentral verwaltete IT an. IT-Führungskräfte sind der Meinung, dass Kernbereiche, wie Anwendungsentwicklung und -Tests (57 Prozent), Netzwerk-Security und Compliance (43 Prozent) sowie Private Cloud Services (43 Prozent) in ihren Zuständigkeitsbereich gehören. 

"'Transform or die' lautet für viele Unternehmen die Devise - angesichts eines turbulenten wirtschaftlichen Umfelds und einer komplett umgewälzten Wettbewerbslandschaft", sagt Peter Trawnicek, Country Manager VMware Österreich. "Diese Veränderungen zu bewältigen, ist die große organisatorische Herausforderung für Unternehmen in der heutigen Zeit. Der Siegeszug der Cloud hat die IT mit ihrer unkomplizierten Nutzung und attraktiven Preismodellen demokratisiert, so dass die Begeisterung der Fachabteilungen wenig überrascht. Allerdings sehen wir häufig, dass den Fachabteilungen kein Einhalt geboten und ohne adäquate IT-Governance vorgegangen wird, was zu steigenden Kosten, Sicherheitsmängeln und unklaren Zuständigkeiten führt."

Führungskräfte wollen IT-Abteilung als Innovationstreiber
Unter Führungskräften unbestritten ist, wer Impulsgeber für Innovationen innerhalb eines Unternehmens sein sollte. Laut mehr als zwei Drittel (71 Prozent) der Befragten sollte es die IT als Wegbereiter den Fachabteilungen ermöglichen, Innovationen voranzutreiben - gleichzeitig  aber verantwortlich für die strategische Ausrichtung und die Sicherheit sein. Hier gilt es ein Gleichgewicht zwischen der zentralen Kontrollfunktion der IT auf der einen Seite und Raum für Innovationen in den Fachabteilungen auf der anderen Seite zu finden.

"Die sogenannte Schatten-IT von gestern ist die 'Mainstream-IT' von heute", so Trawnicek weiter. "Die zunehmende Dezentralisierung ist eine unmittelbare Folge des rasanten Entwicklungstempos der heutigen Geschäftswelt: Nie war der Bedarf an neuen, sofort verfügbaren Anwendungen, Dienstleistungen und Arbeitsformen größer. Die IT muss sich diesen Veränderungen stellen und sich anpassen, nur so kann sie weiterhin ein entscheidender Akteur und Vorreiter in diesem Prozess sein. Die neueste Technologie oder Anwendung kann nur dann zur digitalen Transformation eines Unternehmens beitragen, wenn sie auf Basis einer Cross-Cloud-Infrastruktur über verschiedene Clouds hinweg eingesetzt werden kann, sofort verfügbar ist, unkompliziert implementiert und in einer sicheren Umgebung betrieben werden kann."

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