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21.02.2017 IDG

Hunderte ehemaliger Mitarbeiter verklagen Blackberry

Mehr als 300 ehemalige Blackberry-Mitarbeiter haben Sammelklage gegen den kanadischen Hersteller eingereicht. Der Vorwurf: Die Mitarbeiter wurden mit einem Trick dazu gebracht zu kündigen. Blackberry wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Der kanadische Hersteller Blackberry wird von mehr als 300 ehemaligen Mitarbeitern verklagt.

Der kanadische Hersteller Blackberry wird von mehr als 300 ehemaligen Mitarbeitern verklagt.

© Tony Hegewald - pixelio.de

Der kanadische Hersteller Blackberry wird von mehr als 300 ehemaligen Mitarbeitern verklagt. Das berichtet The Register und verweist dabei auf Angaben der zuständigen Anwaltskanzlei Nelligan O'Brien Payne LL, welche die Kläger vertritt. In einer Sammelklage beschuldigen die ehemaligen Mitarbeiter das Unternehmen des Betrugs, wodurch sie ihren Arbeitsplatz verloren hätten. Mit einem Trick seien sie dazu gebracht worden, selbst zu kündigen.


Der Vorwurf: Im Zuge einer Umstrukturierung wollte Blackberry Mitarbeiter zum Partnerunternehmen Ford Canada transferieren. Dafür wurden die Betroffenen gebeten, ein Formblatt zu unterschreiben, das sich allerdings später als Kündigung herausstellte, die nicht als solche zu erkennen war. Somit verloren die Mitarbeiter beim Transfer ihre Betriebszugehörigkeit und die damit verbundenen arbeitsrechtlichen Ansprüche. Der Anwaltskanzelei Nelligan O'Brien Payne LL zufolge, die die Kläger vertritt, wurde das von Blackberry nicht so an die Mitarbeiter herangetragen.

Die Kläger fordern nun 22 Millionen Kanadische Dollar - umgerechnet 15,8 Millionen Euro - Schadensersatz von ihrem ehemaligen Arbeitgeber. Blackberry gesteht sich hingegen kein Fehlverhalten ein. Ein Sprecher des Herstellers äußert sich gegenüber The Register zu dem Fall: "Wir haben die Anschuldigungen der Klage geprüft und wir sind zuversichtlich, dass wir alle unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Mitarbeitern eingehalten haben. Daher glauben wir, dass es keine Grundlage für einen Gerichtsfall gibt, weshalb wir dagegen vorgehen werden". Wann und ob es zu einem Gerichtstermin kommt, ist bisher nicht klar.

Blackberry wurde in den vergangenen Jahren immer wieder umstrukturiert. Zuletzt zog sich der Hersteller wegen schlechter Umsatzzahlen ganz aus der Hardwarefertigung zurück. Dafür ist jetzt der Auftragshersteller TCL zuständig, der auf dem MWC 2017 das Blackberry Mercury vorstellen wird.

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