Hackerabwehr auf Steuerungssysteme durch nicht-klonbare Sicherheitsanker Hackerabwehr auf Steuerungssysteme durch nicht-klonbare Sicherheitsanker - Computerwelt

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01.03.2017 Klaus Lorbeer/pi

Hackerabwehr auf Steuerungssysteme durch nicht-klonbare Sicherheitsanker

Forschern der Technikon Forschungsgesellschaft in Villach ist es in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der TU Eindhoven gelungen, konventionelle, in Österreich hergestellte und eingesetzte Steuerungssysteme durch den Einbau von neuartigen Sicherheitskonzepten sicherer und damit wesentlich resistenter gegenüber Hacker- und Cyberangriffen zu gestalten.

Das Sicherheitsforschungsteam des Technikon bei der Besprechung zum Demonstrator Garagentor-Steuerung: Mario Münzer, Martin Deutschmann, Lejla Iriskic.

Das Sicherheitsforschungsteam des Technikon bei der Besprechung zum Demonstrator Garagentor-Steuerung: Mario Münzer, Martin Deutschmann, Lejla Iriskic.

© Technikon

Im Rahmen einer mehrjährigen Kooperation mit der Technischen Universität Eindhoven gelang es den Sicherheitsforschern der Technikon Forschungsgesellschaft, konventionelle Steuerungssysteme für Tore, Garagen oder elektronische Eingangstüren wesentlich sicherer zu gestalten. Der Anlass dazu: Hackerangriffe auf solche Systeme häufen sich in den vergangenen Jahren zusehends. Ein Grund dafür sind die meist nur sehr geringen verfügbaren Ressourcen auf den eingesetzten Hardware-Komponenten und damit einhergehend eingeschränkten Sicherheitsmaßnahmen. Damit ist es für Hacker möglich Daten abzufangen, zu manipulieren und großen persönlichen Schaden anzurichten. Die Information kann in vielen Fällen dazu genutzt Garagen zu öffnen, Steuerungen nachhaltig zu manipulieren oder Alarmanlagen lahmzulegen.

Erhöhung der Sicherheit mit vorhandenen Komponenten der Steuerungssysteme
Im Zuge der Kooperation mit der TU Eindhoven ist es den Ingenieuren gelungen, bestehende Komponenten auf den Steuerungsplatinen zu nutzen, um kryptografische Schlüssel im System wesentlich sicherer als bisher zu hinterlegen. Die versendeten Daten können damit mit einer höheren Sicherheitsstufe verschlüsselt und übertragen werden, wodurch Hackerangriffe bestmöglich verhindert werden. Der Clou an diesem Lösungsansatz ist, dass bestehende Komponenten einer Steuerung verwendet werden. Solcherart können die Hersteller ihr bestehendes Design auf eine höhere Sicherheitsstufe stellen. Zudem ist das hinterlegte, geheim zu haltende Schlüsselmaterial in der Steuerung so eingebunden, dass ein Auslesen oder Klonen des Gerätes quasi unmöglich ist. Gemeinsam mit der TU Eindhoven wurden dafür Algorithmen entwickelt und diese ressourcenschonend in bestehende Lösungen implementiert. Fazit: Mit der Technikon Security Engineering Solution (SES) wurde es möglich, bestehende Steuerungssysteme ohne Veränderung der bestehenden Hardware kostengünstig und effizient gegenüber Hackerangriffen besser zu schützen. Das Technikon-Forschungsteam zeigte einen ersten Demonstrator, basierend auf Komponenten, welche ident mit den Bausteinen von konventionellen, aktuell flächendeckend in Österreich und in der EU im Verkauf befindlichen Sicherheitssystemen verwendet werden.

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