Fraunhofer-Institut testet "Waschraum der Zukunft" Fraunhofer-Institut testet "Waschraum der Zukunft" - Computerwelt

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02.03.2017 pte

Fraunhofer-Institut testet "Waschraum der Zukunft"

Forscher am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS haben eine innovative Lösung für den "Waschraum der Zukunft" entwickelt, die den Wartungsaufwand deutlich reduzieren soll.

Die Lösung" CWS Washroom Information Service" soll Wartungsaufwand reduzieren.

Die Lösung" CWS Washroom Information Service" soll Wartungsaufwand reduzieren.

© cws-boco.com

Das in Zusammenarbeit mit dem Full-Service-Anbieter CWS-boco International entstandene System namens "CWS Washroom Information Service" (WIS) setzt auf eine Reihe von Sensoren und Funktechnik, um etwa den Füllstand von Seifenspendern, Handtuchrollen oder Toilettenpapierhaltern vollautomatisch zu überwachen und an das zuständige Reinigungspersonal weiter zu melden. Dieses kann seine Rundgänge dann besser planen und effizienter arbeiten.

"Waschräume gehören zu den wartungsintensivsten Räumen in Gebäuden. Neben der Reinigung müssen Seife, Handtücher und Toilettenpapier regelmäßig nachgefüllt werden", so die Fraunhofer-Forscher. Genau dafür habe man nun aber eine intelligente Lösung entwickelt, die aus mehreren drahtlosen Sensoren und einem Funksystem zur Weitergabe der Daten besteht. "Die Entwicklung des WIS ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Bereits im ersten Quartal 2017 startet ein stufenweiser Feldtest mit einem Pilotkunden", verraten die Entwickler.

Ein großer Vorteil des neuen Systems sei seine Flexibilität. "Wir können neue Geräte mit jeweils eigenen Sensorsystemen integrieren. Vom Seifenspender über den Toilettenpapierspender bis zum Abfallbehälter lässt sich grundsätzlich jedes Produkt mit Sensoren ausstatten und ins System einbinden", betont Jens Einsiedler, Head of Business Digitalisation bei CWS-boco International. Das eingesetzte Funksystem mache zudem viele verschiedene Anwendungen denkbar. "Das System ist ideal für alle Bereiche, in denen Sensorik-Daten gesammelt und weitergeleitet werden sollen", verdeutlicht Thomas Wieland, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums für Drahtlose Sensorik in Coburg.

Funknetz konfiguriert sich selbst
Am Anfang des WIS-Systems stehen die Sensoren. Sie sind batteriebetrieben und überwachen jeweils den Füllstand von Seifenspendern, Handtuchrollen und Toilettenpapier. Die auf diese Weise erhobenen Daten gehen dann über ein ausgeklügeltes Funksystem auf die Reise: Zunächst wandern sie über Bluetooth zur nächstgelegenen "Washroom Control Unit" (WCU), die als Sammelstelle und Kommunikationsknoten agiert. Hier kommt die vom IIS entwickelte Funktechnik "s-net" zum Einsatz. Der Clou dabei: Das Funknetz konfiguriert sich selbst. Jede angeschlossene WCU entscheidet selbst, an welches Gerät sie die Daten weiterschickt.

Wenn alle Daten gesammelt sind, sendet die letzte WCU in der Übertragungskette das gesamte Datenpaket an ein Gateway, das meist an der Außenseite des Gebäudes angebracht ist. Von da werden die Infos über Mobilfunk an den Server von CWS-boco International weitergeleitet. Eine visuelle Bedienoberfläche zeigt sie individuell für jeden Waschraum-Betreiber an. "Der zuständige Schichtleiter kann die Waschraum-Infos als Schichtplan ausdrucken oder an die Tablet-PCs der Mitarbeiter schicken. Eine andere Möglichkeit wäre, dass ein Display im Eingangsbereich des Waschraums darstellt, was jeweils zu tun ist", erläutern die Frauenhofer-Experten.

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