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02.03.2017 pte

Cyber-Schaben werden zu besseren Kundschaftern

Zufällige Kommandos sind sinnvoll – zumindest, wenn Cyber-Schaben eine unbekannte Umgebung möglichst gut erkunden sollen. Denn durch zufällige Steuerimpulse wagen sich die Insekten tiefer in unbekanntes Territorium. Das hat eine Studie von Forschern der North Carolina State University (NC State) ergeben. Das ist wichtig, damit Cyber-Schaben in Zukunft womöglich wirklich als Kundschafter beispielsweise bei Rettungseinsätzen dienen könnten.

Zufällige Kommandos sorgen für umfassende Umgebungs-Erkundungen bei Schaben.

Zufällige Kommandos sorgen für umfassende Umgebungs-Erkundungen bei Schaben.

© ncstate.edu

Das Team befasst sich schon seit Jahren mit Cyber-Schaben und hat beispielsweise schon gezeigt, dass es die Tiere auf Autopilot einer Route folgen lassen kann. Doch das hilft wenig, wenn die Tiere als Kundschafter in unbekanntem und für Menschen nicht einsehbarem Gelände dienen sollen. Daher haben sich die Forscher damit befasst, wie sich die Tiere in unbekannter Umgebung verhalten - und wie sie dieses Verhalten über die Cyber-Implantate beeinflussen können. In einem Test haben sie Schaben daher ein kreisförmiges Gebiet erkunden lassen.

Jene Insekten, die einfach frei laufen konnten, haben sich in der Nähe der äußeren Wände aufgehalten. Cyber-Schaben, die gelegentlich zufällige Kommandos von ihren Implantaten bekamen, haben fünf Mal so oft auch den freien Raum im Inneren erkundet. Zudem haben sie sich mehr und schneller bewegt. "Das sind praktische Information, die wir nutzen können, um Biobots dazu zu bekommen, ein Gebiet schneller zu erkunden", sagt Edgar Lobaton, Professor für Elektro- und Computertechnik an der NC State. "Das ist besonders wichtig, wenn man bedenkt, dass Zeit kritisch ist, wenn man nach einer Katastrophe Leben retten will."

Genaue Kundschafter
Damit Cyber-Schaben in der Praxis als Kundschafter eingesetzt werden können, ist es zudem wichtig, ob sie denn ein Gebiet auch wirklich genau vermessen können. In einer weiteren Studie hat das Team daher Insekten beobachtet und die visuell ermittelten Bewegungsdaten mit jenen aus den Bewegungssensoren der Cyber-Rucksäcke der Schaben verglichen. Dieser Untersuchung zufolge gibt die Cyber-Technologie die Bewegungen der Schaben genau wieder.

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