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10.03.2017 Klaus Lorbeer/pi

Ein Tool bringt Sicherheit in Sachen Registrierkassen

Österreichische Unternehmen haften für die Sicherheit ihrer Registrierkassensysteme. Die IT-Ziviltechnikergesellschaft für Informationstechnologie will mit einem Prüf-Tool Rechtssicherheit schaffen.

Der staatlich befugte und beeidete IT-Ziviltechniker Wolfgang Prentner ist Geschäftsführer des ZTP.

Der staatlich befugte und beeidete IT-Ziviltechniker Wolfgang Prentner ist Geschäftsführer des ZTP.

© ZTP

Mit dem neuen Prüf-Tool der IT-Ziviltechnikergesellschaft für Informationstechnologie (ZTP) kann jedes Unternehmen seine Registrierkassen-Lösung auf Konformität prüfen und feststellen, ob sie allen gesetzlichen Anforderungen entspricht. Für Unternehmen steht schließlich viel auf dem Spiel: Wenn die Registrierkassensysteme nicht der Registrierkassen-Sicherheitsverordnung des Bundesministeriums für Finanzen entsprechen, drohen empfindliche Strafen. Zusätzlich müssen die betroffenen Unternehmen mit einer umfangreichen Steuerprüfung und einer Schätzung des Jahresumsatzes rechnen.

Mit diesem Tool schließt ZTP, die staatlich befugte und beeidete IT-Ziviltechnikergesellschaft für Informationstechnologie, eine empfindliche Lücke - das Finanzministerium bietet nämlich keine Möglichkeit, die Verkettung von Registrierkassen in einem geschlossenen Gesamtsystem zu prüfen.

Unternehmer mussten sich bisher auf die Aussagen der Hersteller verlassen, obwohl sie alleine das volle Risiko tragen. Mit dem neuen Prüfwerkzeug können sie laut ZTP nun zum ersten Mal zu einhundert Prozent sicher sein, dass ihre Kassensysteme rechtskonform eingerichtet sind und so Strafen vorbeugen.

Auch "Geschlossene Gesamtsysteme" werden geprüft
Das Prüfwerkzeug ist das einzige, das nicht nur die Belege, das Datenerfassungsprotokoll und das elektronische Schlüsselmaterial für sogenannte Offene Systeme, sondern auch für "Geschlossene Gesamtsysteme", also inklusive der Verkettung der Registrierkassen untereinander prüfen kann. Unternehmen können sich an ZTP.at wenden, um ihre offenen und sogar geschlossenen Gesamtsysteme prüfen und nach ZTG §4 (3) und ZPO §292 bescheinigen zu lassen.

ZTP steht nach eigenen Angaben mit allen wesentlichen Unternehmen und Organisationen in Verbindung, um die Umsetzung der Registrierkassen-Sicherheitsverordnung in der Wirtschaft bestmöglich zu unterstützen. Für die WKO wurde bereits im Sommer 2015 ein Gutachten zu den Anforderungen aus der RKSV-Verordnung zur Manipulationssicherheit von Registrierkassen erstellt. Das Prüf-Tool der ZTP gibt es per Anfrage online unter: https://www.ztp.at/pruef-tool-rksv.

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