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17.03.2017 Klaus Lorbeer

China Calling: ZTE führt Patentliste des WIPO an

Das chinesische Telekommunikationsunternehmen ZTE ist auf Platz 1 der Patentliste der World Intellectual Property Organization (WIPO) vorgerückt. Die ZTE-Patente stammen vorrangig aus den Bereichen 5G, Netzwerk-Virtualisierung, Cloudifizierung und das Internet der Dinge.

Infografik zu den Patenanmeldungen des WIPO im Jahr 2016.

Infografik zu den Patenanmeldungen des WIPO im Jahr 2016.

© WIPO

2015 noch auf dem dritten Platz führt ZTE mit 4.123 Patentanmeldungen im Rahmen des Patentrechtsvertrags (Patent Cooperation Treaty, PCT) jetzt die aktuelle Patenliste des WIPO (World Intellectual Property Organization - Weltorganisation für geistiges Eigentum) an. Seit 2010 findet sich ZTE bereits jährlich unter den Top 3 der WIPO-Ranglisten. Den zweiten Platz belegt laut WIPO Huawei mit 3.692 Patentanmeldungen im Jahre 2016, gefolgt von Qualcomm mit 2.466, Mitsubishi Electric mit 2.053 und LG Electronics mit 1.888 Anträgen.

Dies zeigt auch wie chinesische Firmen nicht nur technisch, sondern auch in allen anderen Belangen u westlichen Firmen aufschließen.  Für Shen Nan, Chief Intellectual Property Officer von ZTE ist klar: "Als weltweit führender technologischer Innovationsträger setzt sich ZTE nachdrücklich für die Förderung und den Schutz von geistigem Eigentum ein". 

Dass China mittlerweile auch in Sachen Forschung und Patente zum Big Player geworden, ist für Francis Gurry, Director General der WIPO, ein Fakt, wenn er sagt:  "Die hauptsächlich treibende Kraft für den Zuwachs bei den internationalen Patentanträgen und Markenanmeldungen sind die Patentanmeldungen aus China, das auf seinem Weg von 'Made in China' zu 'Created in China' große Fortschritte bei der Internationalisierung seiner Unternehmen macht."

So verfügt ZTE allein über 20 Zentren für Forschung und Entwicklung in Asien, Nordamerika und Europa, investiert mehr als 10 Prozent seines Jahresumsatzes in F&E und beschäftigt über 30.000 Forschungsexperten für die Entwicklung von Technologien der nächsten Generation wie 5G, IoT, NFV, SDN, Cloud Computing, Big Data und Smart City. ZTEs proprietäre Pre5G-Lösungen ermöglichen Carrier-Unternehmen die beschleunigte Umsetzung von 5G-Technologien auf bestehender 4G LTE-Infrastruktur, und werden in mehr als 40 Netzen in 30 Ländern von Mobilfunkbetreibern wie SoftBank, China Mobile und Telefonica eingesetzt.

War nicht IBM die Nummer Eins der Patentliste?
Wer sich jetzt fragt, wo denn IBM bleibe, der kann sich beruhigt zurücklehnen. IBM ist mit mit 8.088 erteilten Patenten nach wie vor die Nummer Eins, allerdings nicht beim WIPO, sondern beim US-Patentamt.  Dort sieht die Top-Ten-Liste für 2016 folgendermaßen aus:

1. IBM (8.088 Patente)
2. Samsung (5.518 Patente)
3. Canon (3.665 Patente)
4. Qualcomm (2.897 Patente)
5. Google (2.835 Patente)
6. Intel (2.784 Patente)
7. LG Electronics (2.428 Patente)
8. Microsoft (2.398 Patente)

Der Vollständigkeit halber werden nachfolgend auch die Top Five des Europäischen Patentamts aus dem Jahr 2016 aufgelistet:

  1. 1. Philips (2.568 Patente)
  1. 2. Huawei (2.390 Patente)
  1. 3. Samsung (2.316 Patente)
  1. 4. LG (2.313 Patente)
  1. 5. United Technologies (2.016 Patente)
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