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17.03.2017 Klaus Lorbeer/pi

Deutschland im IT-Wettbewerb nur Mittelmaß

Laut einer aktuellen Umfrage des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) unter IT-Experten wird der IT-Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb als nur durchschnittlich eingeschätzt. Vor fünf Jahren wurde die Wettbewerbsfähigkeit noch vorwiegend als gut befunden.

88 Prozent der befragten Ingenieure schätzen die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland aktuell nur "durchschnittlich" bis "gut" ein

88 Prozent der befragten Ingenieure schätzen die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland aktuell nur "durchschnittlich" bis "gut" ein.

© VDI

Ein Grund für die mittelmäßige Bewertung des IT-Standortes Deutschland in der VDI-Umfrage sind Risiken, die mit der digitalen Transformation zusammenhängen. Demnach stufen 62 Prozent der Befragten Missbrauch und Manipulation von Daten als hohes bzw. sehr hohes Risiko ein.

"Mit zunehmender Digitalisierung ist die IT-Branche gefragter denn je. Sie wird zum Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft," so VDI-Direktor Ralph Appel im Vorfeld der CeBIT 2017 in Hannover. Die Ausgangslage in Deutschland sieht gut aus: Die Umsätze in der Software- und IT-Branche wachsen und sind gut mit anderen Wirtschaftsbereichen vernetzt. Zudem hat Deutschland die Möglichkeit, Produkte und Services national und international zu vertreiben.

Dennoch befindet sich Deutschland als Standort der digitalen Wirt schaft insgesamt nur im Mittelfeld. Rund 88 Prozent der befragten Ingenieure geben an, dass Deutschland nur eine "durchschnittliche" bis "gute" internationale Wettbewerbsfähigkeit besitzt. Als "sehr gut" empfinden dies sogar nur knapp sieben Prozent, fünf Prozent als "schlecht". Der Trend entwickelt sich seit 2012 nach unten. 

Ingenieure sehen hohe Risiken durch mangelnde Sicherheit
Eine Erklärung dafür liefert das Thema IT-Sicherheit. Digitale Trends wie Big Data und Clouds finden in Unternehmen immer mehr Anwendung. Doch die befragten Ingenieure stehen den damit verbundenen Risiken misstrauisch gegenüber. Hackerangriffe, Datenmissbrauch und -manipulation nehmen zu. 42 Prozent sehen ein hohes Risiko für ihr Unternehmen, 20 Prozent gehen sogar von einem sehr hohen Risiko aus. Nur neun Prozent halten das Risiko für gering.

Für die Umfrage wurden über 600 Experten aus Großunternehmen und KMU befragt. Die Ergebnisse stellen somit einen validen Querschnitt durch die deutsche Industrie dar.

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