EU-Bürger schätzen Geistiges Eigentum, viele kaufen aber Fälschungen EU-Bürger schätzen Geistiges Eigentum, viele kaufen aber Fälschungen - Computerwelt

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24.03.2017 Klaus Lorbeer/pi

EU-Bürger schätzen Geistiges Eigentum, viele kaufen aber Fälschungen

Es ist ein Widerspruch: In einer EU-weiten Umfrage halten 96 Prozent der Bürger es für wichtig, dass kreative und erfinderische Leistungen honoriert werden. Gleichzeitig kaufen viele gefälschte Waren. Das Patentamt sieht sich gefordert.

Im Vergleich mit einer ähnlichen 2012 durchgeführten Studie aus den USA zeigt sich, dass stark von Geistigem Eigentum abhängige Branchen in der EU eine stärkere positive Auswirkung auf das Brutto-Inlandsprodukt und die Beschäftigungsrate haben als in den USA.

Im Vergleich mit einer ähnlichen 2012 durchgeführten Studie aus den USA zeigt sich, dass stark von Geistigem Eigentum abhängige Branchen in der EU eine stärkere positive Auswirkung auf das Brutto-Inlandsprodukt und die Beschäftigungsrate haben als in den USA.

© EUIPO

Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) hat fast 27.000 Personen befragt. Das Ergebnis: 96 Prozent halten es für wichtig, dass Erfinder und kreative Menschen ihre Rechte schützen können und für ihre Arbeit honoriert werden. 70 Prozent der Befragten finden, dass der Kauf von gefälschten Waren durch nichts zu rechtfertigen ist. Dennoch: Viele Menschen kaufen weiterhin gefälschte Produkte - womöglich auch unbewusst. Besonders bei 15- bis 24-jährigen ist dieses Verhalten zu beobachten. Tendenz steigend. 15 Prozent gaben an, in letzter Zeit sogar wissentlich ein gefälschtes Produkt erworben zu haben.

Produktpiraterie verursacht Schäden auch jenseits der Luxusmarken 
Meistens denkt man bei Produktpiraterie an die großen Luxusmarken von Taschen über Kosmetika bis hin zu exklusiven Uhren. Aber dem hält das Österreichische Patentamt entgegen, dass auch kleine junge, aufstrebende Unternehmen beklaut werden. Und für sie ist das mitunter existenzbedrohend, weil ihr Firmenwert oft aus ihrer Marke und ihrem Knowhow besteht. Wurde die Marke nicht registriert, muss man vielleicht tatenlos zusehen, wie sie von Trittbrettfahrern benutzt wird. Andererseits: Hat man sich mit Marken oder Patenten abgesichert, kann man sich wehren und sein Recht auch durchsetzen.

In Österreich werden jährlich 5.000 Marken angemeldet. Hierbei beobachte man täglich, dass das Klauen von geistigem Eigentum besonders jungen Unternehmen schade, erklärt Patentamtspräsidentin Mariana Karepova und fügt hinzu: "Darum haben wir für sie eine neue Möglichkeit geschaffen, ganz einfach, schnell und günstig ihre Marke online zu schützen: In nur zehn Tagen bis zur eigenen registrierten Marke." Das schütze nicht nur Firmen, so Karepova, sondern auch die Konsumentinnen und Konsumenten. "Denn," so ist die Patentsamtspräsidentin überzeugt, "nur eine Original-Marke kann ihr Qualitätsversprechen auch einhalten." Das Zehn-Tage-Verfahren, auch Fast Track genannt, werde von den Patentanmeldern sehr gut angenommen: Bereits jede dritte Anmelder nutzt es. 

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