Österreicher skeptisch gegenüber smarten Technologien in den eigenen vier Wänden Österreicher skeptisch gegenüber smarten Technologien in den eigenen vier Wänden - Computerwelt

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30.03.2017 Klaus Lorbeer

Österreicher skeptisch gegenüber smarten Technologien in den eigenen vier Wänden

Neue, smarte Technologien im Haushalt polarisieren: Nur ein Drittel sieht sie positiv. Der vielzitierte selbstfüllende Kühlschrank ist derzeit nur für jeden Fünften attraktiv. Das zeigt die aktuelle Studie "Wohnen im Wandel der Generationen", die Integral Markt- und Meinungsforschung für ImmobilienScout24 durchgeführt hat.

Die Österreicher sind von den Verheißungen des Smart Home noch nicht völlig überzeugt.

Die Österreicher sind von den Verheißungen des Smart Home noch nicht völlig überzeugt.

© Fotolia / stockWERK

Die derzeit viel zitierten "Smart Living Technologien" polarisieren stark: Nur rund jeder dritte Österreicher sieht sie positiv (35 Prozent). Ein gutes Viertel (28 Prozent) ist im Hinblick auf das einwandfreie Funktionieren der neuen Technologien skeptisch, knapp ebenso viele (24 Prozent) haben Ängste davor, etwa vor Datenmissbrauch bzw. Manipulation. Die Generation der 16-29-Jährigen zeigen sich besonders aufgeschlossen, in dieser Generation findet beinahe jede Zweite die neuen Möglichkeiten toll bzw. gut. Die allgemeine Einstellung zu den neuen Technologien ist aber nicht nur eine Bildungs- und Generationenfrage: Frauen sind generell skeptischer als Männer: 42 Prozent der Männer, aber nur ein gutes Viertel der Frauen stehen dem "Internet of Things" im Haushalt positiv gegenüber. 

Der selbstfüllende Kühlschrank ist (noch) nicht der Hammer
Erleichterungen im Alltag erwarten die Österreicher vor allem von der Fernsteuerung der Haushaltstechnologien - etwa der Steuerung der Temperatur (67 Prozent), der Sicherheitssysteme (53 Prozent) sowie der Beleuchtung (41 Prozent). Knapp 4 von 10 sehen Vorteile durch die Live-Überwachung von Eigenheimen, ein knappes Drittel der Befragten durch die Sprachsteuerung von Geräten, wie etwa dem TV-Gerät. Vom sogenannten "selbstfüllenden Kühlschrank" erwartet sich lediglich jeder Fünfte einen positiven Beitrag bei der Bewältigung des Alltags. 

Weniger Wege dank Internet
4 von 10 berufstätigen Österreichern arbeiten bereits heute nach eigenen Angaben zumindest fallweise in den eigenen vier Wänden. Wer dies tut, ist zu Hause im Schnitt 16 Stunden pro Woche für den Beruf aktiv. Jeder vierte "Heimarbeiter" geht davon aus, dass das Ausmaß des "Home Office-Arbeitens" künftig steigen wird. Einen entsprechend positiven Einfluss haben die Onlinetechnologien aus Sicht der Österreicher daher auf die zurückgelegten Wege. Ein Fünftel ist sich sicher, dass sich die persönlichen Wege in den letzten fünf Jahren aufgrund von Onlinehandel, virtuellen Arbeitens u.ä. reduziert haben. Ein weiteres gutes Viertel hält dies für wahrscheinlich. Auch hier sind die Männer in deutlich stärkerem Ausmaß vom klaren Einfluss überzeugt (21 Prozent vs. 13 Prozent der Frauen). Auch ein Generationeneffekt lässt sich ablesen. Deutlich weniger 50-65jährige sind der Überzeugung, dass die persönlichen Wege technologisch bedingt in den letzten fünf Jahren weniger geworden sind (12 Prozent vs. 20 Prozent bei den unter 50jährigen).

Über die Studie
Für die Studie "Wohnen im Wandel der Generationen" hat Integral Markt- und Meinungsforschung 2016 rund 1.000 Österreicher und Österreicherinnen mittels CAWI-Interviews bevölkerungsrepräsentativ befragt (1.007 Befragte, österreichische Bevölkerung der Altersgruppe 16-65 Jahre). Für die Studie "Wohntrends" wurden bereits 2012 von Integral Markt- und Meinungsforschung rund 1.000 Österreicher und Österreicherinnen mittels CAWI-Interviews bevölkerungsrepräsentativ befragt. 

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