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30.03.2017 Klaus Lorbeer/pi

Cyberkriminalität steigt in Österreich kontinuierlich

Die tatsächliche Zahl von Cybercrime-Attacken hat beunruhigende Ausmaße erreicht. Aktuell spricht man in Österreich von geschätzten 25.000 versuchten Angriffen am Tag - viele davon unbemerkt. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen sind diese Attacken eine ernsthafte Bedrohung.

Ein Einzelbild aus einem Informationsvideo, das Unternehmer über Maßnahmen der UBIT gegen Cyberkriminalität informiert.

Ein Einzelbild aus einem Informationsvideo, das Unternehmer über Maßnahmen der UBIT gegen Cyberkriminalität informiert.

© UBIT

Zahlen des Bundesministeriums für Inneres belegen einen Gesamtanstieg der Zahl an Anzeigen zu Cybercrime im Jahr 2016 um 30,9 Prozent in fast allen Bereichen: Die Zahl der Anzeigen ist von 10.010 im Jahr 2015 auf 13.103 im Jahr 2016 angestiegen. 

Lehrgang "Data & IT Security"  kommt
Deswegen und durch das Inkrafttreten der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung im Mai 2018, die Bürgerinnen und Bürgern mehr Rechte und die Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten einräumt, setzt der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Information (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres (BMI) verstärkt auf Maßnahmenbündeln, um Österreichs Wirtschaft vorzubereiten und fit zu machen, wie z.B. die Initiative "Gemeinsam sicher - fIT im Netz". Für den Fachverband UBIT steht dazu die Weiterbildung seiner Berater und Beraterinnen im Bereich Cybersecurity im Mittelpunkt. "Der Bedarf an entsprechender qualifizierter Beratung im Bereich Informations- und Datensicherheit steigt und so haben wir mit unserer Qualitätsakademie incite einen neuen Lehrgang inklusive Zertifizierung für IT- und Datensicherheit entwickelt", sagt Alfred Harl, Obmann des Fachverbands UBIT.  

Cyberkriminalität steigt, Aufklärungsrate sinkt
Nötig ist dieser Schritt da neben der steigenden Zahl der Cyberattacken und Anzeigen, gleichzeitig auch die Aufklärungsquote um 6,4 Prozentpunkte auf 18 Prozent zurückgegangen ist. "Das ist vor allem auf die globale Streuung von Tätern, Servern, Opfern und Geldflüssen, auf die immer stärkere Nutzung des Darknets durch Kriminelle und die daraus resultierenden technisch immer anspruchsvoller werdenden Ermittlungen zurückzuführen", sagt Leopold Löschl, Leiter des Cybercrime Competence Center C4 des Bundesministeriums für Inneres (BMI). Österreichs Unternehmen halten mit diesen Entwicklungen nicht Schritt. Es fehlt das Bewusstsein für die Problematik und Bereitschaft in die Digitalisierung von Unternehmen sowie die Informations- und Datensicherheit zu investieren. 

UBIT als Digitalisierungsbranche
Heutzutage reicht es für Unternehmen schlichtweg nicht mehr, einfach in die Security-Infrastruktur oder Produkte zu investieren. Die Security-Spezialisten und -Spezialistinnen müssen heute über ein umfangreiches Wissen bezüglich Sicherheitsprozesse, technische Grundlagen sowie rechtliche Rahmenbedingungen verfügen. Durch den von Incite bereitgestellten Lehrgang soll dieses Wissen den Unternehmensberater/innen und IT-Dienstleister/innen des Fachverbands UBIT vermittelt werden, damit diese ihr Expertenwissen wiederum professionell an die Unternehmen weitergegeben können. 

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