Geschwindigkeitsweltrekord bei Bodenaufnahmen Geschwindigkeitsweltrekord bei Bodenaufnahmen - Computerwelt

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29.05.2017 pte

Geschwindigkeitsweltrekord bei Bodenaufnahmen

Atmos UAV, ein aus der Universität Delft entstandenes Start-up, hat eine Drohne entwickelt, die eine Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde erreicht. Damit ist sie weitaus schneller als fast alle konventionellen unbemannten Fluggeräte dieser Art.

Die Drohne Marlyn startet senkrecht und fliegt bis zu 60 km/h schnell.

Die Drohne Marlyn startet senkrecht und fliegt bis zu 60 km/h schnell.

© Atmos UAV

Der Grund für die hohe Geschwindigkeit der Drohne, die von den Forschern den Namen "Marlyn" verliehen bekommen hat: Sie hat Flügel wie ein Flugzeug, kann aber dennoch senkrecht starten. Die Rotoren lassen sich um 90 Grad schwenken. Im Horizontalflug können sie ihre ganze Kraft einsetzen, um Marlyn vorwärts zu bewegen. Die Rotoren von normalen Drohnen müssen zusätzlich für Auftrieb sorgen. Das besorgen Marlyns Flügel.

Ein Quadratkilometer in 30 Minuten
Die Ingenieure von Atmos haben Marlyn speziell für die Aufnahme von Bildern der Erdoberfläche entwickelt. Die Hybrid-Drohne schafft eine bestimmte Fläche zehnmal schneller als ein herkömmliches Fluggerät. Erster Nutzer ist das niederländische Unternehmen Skeye, das sich als führend beim Einsatz von Drohnen für industrielle und landwirtschaftliche Zwecke sieht. Marlyn schafft eine Fläche von einem Quadratkilometer in nur 30 Minuten. Die Auflösung beträgt dabei drei Zentimeter. Maximal sind 1,5 cm möglich. Das bedeutet, dass ein Pixel des aufgenommenen Bildes in Wirklichkeit eine Ausdehnung von 1,5 cm hat. Anders ausgedrückt: Auf den Bildern ist eine Zehn-Cent-Münze leicht auszumachen, allerdings nicht als solche erkennbar.

Regen macht Marlyn nichts aus
Zum Starten und Landen braucht Marlyn eine Fläche von zwei mal zwei Metern. Sie kann bei fast jedem Wetter fliegen. Regen macht ihr nichts aus. Lediglich bei starkem Wind muss sie am Boden bleiben. "Mit den besonderen Eigenschaften von Marlyn schaffen wir selbst die anspruchsvollsten Aufgaben," sagt Pieter Franken, einer der Gründer von Skeye.

Marlyn trägt eine hochauflösende Kamera. Ihren Job macht sie autonom, allerdings nach sorgfältiger Vorbereitung. Im ersten Schritt wird ein Flugplan aufgestellt, der die benötigte Genauigkeit der Bilder und das Gelände berücksichtigt, das kartiert werden soll. Dann starten die Drohne und das Datenaufzeichnungsgerät an Bord per Knopfdruck. Wenn Marlyn nach getaner Arbeit gelandet ist, werden die gespeicherten Bilddaten ausgelesen und mit einer beliebigen Auswertungssoftware bearbeitet.

Weitere Informationen unter www.atmosuav.com/marlyn.

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