Anti-Social-Media "Binky" erfreut notorische User Anti-Social-Media "Binky" erfreut notorische User - Computerwelt

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13.06.2017 pte

Anti-Social-Media "Binky" erfreut notorische User

Die neue App "Binky" ist ein soziales Netzwerk, das gelangweilte Smartphone-Nutzer beschäftigen soll und deshalb mit niemandem verbunden ist. Es gibt Usern zwar die Möglichkeit zu liken, teilen und kommentieren, jedoch erfährt niemand davon.

Hauptsache Scrollen und aufs Smartphone schauen: Bei Blinky wird Banales, wie hier ein wenig aussagekräftiges Foto, kommentiert und bewertet.

Hauptsache Scrollen und aufs Smartphone schauen: Bei Blinky wird Banales, wie hier ein wenig aussagekräftiges Foto, kommentiert und bewertet.

© www.binky.rocks

"Es hat eigentlich als Spaß begonnen. Facebook ist so viel Wut, Stress und Traurigkeit - aber man will doch einfach etwas auf seinem Smartphone tun. Binky löst das Problem, man kann durch irgendetwas scrollen, aber nicht durch etwas Spezielles", erklärt Binky-Entwickler Dan Kurtz. User können, wie von anderen Plattformen gewohnt, sogenannte "Binks" kommentieren, bewerten oder teilen - bloß bekommt das niemand mit.

Das Design der App gleicht dem des beliebten Online-Dienstes Instagram. Doch anstatt Fotos befreundeter User erscheinen zufällig ausgewählte Bilder banaler Gegenstände. Da niemand die Aktivitäten des anderen sieht, können selbst Hass-Tiraden unter einem Foto eines Schraubenziehers veröffentlicht werden, ohne dass es je jemand bemerken wird. Die bereits zahlreichen Nutzer des Netzwerks finden, dass Binky einem Nikotin-Pflaster gleicht.

Android-Version kommt
Aus den Bewertungen der App geht hervor, dass es gut tun würde, einfach auf den Handy-Bildschirm schauen zu können und etwas zu tun zu haben, während man den Augenkontakt an öffentlichen Plätzen meidet. "Der Scherz wird besser, je ernster man ihn nimmt. Wenn jemand also sein Geld in Humor investieren möchte, bin ich offen für Konversationen darüber", meint Kurtz abschließend. Im Moment existiert Binky nur für Apple-Geräte. Die Android-Version stehe durch das große Interesse jedoch bereits kurz vor der Veröffentlichung.

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