Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft und Gesellschaft Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft und Gesellschaft - Computerwelt

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13.06.2017 Klaus Lorbeer/pi

Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft und Gesellschaft

Der deutsche Digitalverband Bitkom veröffentlicht ein Positionspapier zur Künstlichen Intelligenz mit Handlungsempfehlungen für die deutsche Politik, ist aber durchaus auch für Interessierte aus Österreich lesenswert.

Das Positionspapier des Bitkom zur Künstlichen Intelligenz kann kostenlos aus dem Web heruntergeladen werden.

Das Positionspapier des Bitkom zur Künstlichen Intelligenz kann kostenlos aus dem Web heruntergeladen werden.

© Bitkom

War es früher notwendig, mühsam die Bedienung eines Computers zu erlernen, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen, stehen heute zunehmend intelligente Assistenten zur Verfügung. Im Dialog mit dem Anwender werden Aufträge angenommen und abgearbeitet, weil etwa das Smartphone weiß, wo sich der Nutzer aufhält und was er zur jeweiligen Zeit üblicherweise tut, macht die Software auch aktiv selbst Vorschläge, etwa für die beste Route oder die gewünschte Musik. 
Möglich werden solche Anwendungen durch die Nutzung von Big Data und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI).

Nach Ansicht des deutschen Digitalverbands Bitkom werden die rapiden Fortschritte bei der Erfassung von Daten aus der realen Welt, mit der Möglichkeit zur Interaktion mit virtuellen Agenten zu einem tiefgreifenden Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft führen. "Schon heute übernehmen Systeme mit Künstlicher Intelligenz Aufgaben, die von der Beschaffung und Verdichtung von Informationen über die Verrichtung gefährlicher, schmutziger, körperlich anstrengender Arbeiten bis hin zur Unterstützung von Management-Entscheidungen reichen", sagt Mathias Weber, Bereichsleiter IT-Services beim Digitalverband Bitkom. "In Zukunft wird sich das Leistungsspektrum von KI-Anwendungen deutlich ausweiten. Dadurch stellen sich auch eine Reihe von politischen, gesellschaftlichen und ethischen Fragen."

Der Digitalverband Bitkom hat aus diesem Grund anlässlich des heutigen Digitalgipfels der deutschen Bundesregierung ein Positionspapier "Entscheidungsunterstützung mit Künstlicher Intelligenz - wirtschaftliche Bedeutung, gesellschaftliche Herausforderungen, menschliche Verantwortung" veröffentlicht, das zentrale Aspekte im Umgang mit der KI aufgreift, die vorhandenen Möglichkeiten erläutert sowie technologische Entwicklungen beschreibt und schließlich konkrete Handlungsempfehlungen an die Politik formuliert. Leitgedanke dabei ist, dass schon in wenigen Jahren viele Produkte und Dienstleistungen in den deutschen Leitbranchen mit entsprechender Maschinenintelligenz ausgestattet oder sogar von ihr geprägt sein werden. Zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft müsse es daher gelingen, die KI-Technologien aktiv mitzubestimmen, so der Bitkom, weswegen das in Deutschland vorhandene KI-Potenzial mobilisiert und die Gesellschaft auf die durch verstärkte KI-Nutzung bedingten Veränderungen vorzubereitet werden müsse. Deutschland benötige einen Investitionsschub in allen Bereichen der Forschung, Entwicklung und Bildung und speziell in der KI, so der Bitkom.

Digitale Kompetenzen der arbeitenden Bevölkerung sind zunehmend gefragt
In der neuen, stärker von KI geprägten Arbeitswelt werden sich die Menschen zunehmend auf Aufgaben konzentrieren, die mit der Lösung von Problemen, der Umsetzung von Aktivitäten, der Entwicklung und dem Einsatz von Kreativität zusammenhängen. Deshalb ist der Erwerb digitaler Kompetenzen ein zentraler Faktor für die erfolgreiche digitale Transformation und damit einhergehend für die nachhaltige Nutzbarmachung von Potenzialen zukunftsweisender Technologien wie KI.

Die durch KI bevorstehenden Veränderungen sind fundamental und unumkehrbar. Sie haben Auswirkungen auf den Einzelnen und die Gesellschaft, das soziale Gefüge, den Wert und die Gestaltung der Arbeit und die politische Willens- und Meinungsbildung. Die KI soll eine Technologie sein, die die menschlichen Fähigkeiten stützt, erweitert und dem Gemeinwohl dient. Deshalb ist es notwendig, sich über die Prinzipien, die bei der Konstruktion von intelligenten Systemen gelten sollen und über ethische Standards zu verständigen.
Im Positionspapier plädiert der Bitkom für eine Weiterentwicklung des Datenschutzes in Europa mit Blick auf KI und der politischen Rahmenbedingungen für intelligente Technologien.
Das Positionspapier, das in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entstanden ist, ist zwar vor allem mit Sicht auf Deutschland und den deutschen Markt entstanden, aber auch für Interessierte in Österreich lesenswert. Es steht hier zum Download bereit.

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