"White Nationalist": Apple sperrt Pay-Händler aus "White Nationalist": Apple sperrt Pay-Händler aus - Computerwelt

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18.08.2017 pte

"White Nationalist": Apple sperrt Pay-Händler aus

US-Technologieriese Apple streicht angesichts der Gewaltexzesse in Charlottesville bei Anbietern wie AmericanVikings oder VinlandClothing für Kunden die Bezahloption mit seinem Dienst Apple Pay.

AmericanVikings und VinlandClothing können den Bezahldienst nicht mehr nutzen.

AmericanVikings und VinlandClothing können den Bezahldienst nicht mehr nutzen.

© Apple

Einem "Buzzfeed"-Bericht zufolge soll der Konzern "eine Handvoll von Websites" gesperrt haben, die Produkte wie T-Shirts oder anderes Fanmaterial von "White-Nationalist"- und Nazi-Gruppen anbieten.

"Blut und Boden"-Hemden
Der Konzern stellt sich damit gegen Rassismus. AmericanVikings und VinlandClothing bieten unter anderem Hemden mit Slogans wie "Blut und Boden" sowie hakenkreuzartigen Logos und Reichsadlern an. Auch wenn Apple den Schritt zunächst nicht begründet hat, verwies ein Sprecher später auf die Nutzungsbedingungen für Apple-Pay-Händler. Diese verbieten eine Einbindung in Shops, die "Hass, Gewalt oder Intoleranz basierend auf Rasse, Alter, Geschlecht, Geschlechteridentität, Ethnizität, Religion oder sexuelle Orientierung bewerben".

Die Führung von AmericanVikings zeigt sich überrascht von der Entscheidung Apples und führt die eigene Unwissenheit an. Dem Unternehmen sei nicht bewusst gewesen, dass es Apple Pay überhaupt als Bezahldienst angeboten habe. "Wenn die mich nicht mögen, müssen die mit mir keine Geschäfte machen", heißt es. Der Vorfall lässt indes die Frage aufkommen, wie es den Websites überhaupt gelungen ist, Apple Pay grundsätzlich einzubinden.

Unternehmen bekennen Farbe
Apple reiht sich mit seiner Entscheidung in die Riege anderer Internet-Unternehmen ein, die ihrerseits bereits gegen rechtsextreme und rechtsradikale Websites vorgegangen waren - nicht zuletzt als Konsequenz des Anschlags und der Ausschreitungen im US-amerikanischen Charlottesville in den vergangenen Tagen. In letzter Konsequenz hatte die Neonazi-Seite "The Daily Stormer" ihren Hoster verloren, was sie veranlasste, ins Darknet umzuziehen.

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