Quantum-Dot-Technologie doch nicht so schädlich Quantum-Dot-Technologie doch nicht so schädlich - Computerwelt

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21.08.2017 pte

Quantum-Dot-Technologie doch nicht so schädlich

Sogenannte Quantum-Dot-Geräte sind für die Umwelt weniger bedenklich als erwartet. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Arizona State University, die Quantum-Dot-Displays in kleine Teile geschnitten und auf einer simulierten Mülldeponie platziert haben, um den Einfluss auf die Umwelt nachzuweisen.

Geräte mit Quantenpunkten sind für Umwelt viel harmloser als gedacht.

Geräte mit Quantenpunkten sind für Umwelt viel harmloser als gedacht.

© pxelio.de/Lisa MichèleLiez

Den Ergebnissen zufolge können sich die Quantenpunkte aus den Geräten lösen. Dies geschieht jedoch in derartig kleinen Mengen, dass toxische Quantenpunkte, die durch ein umweltfreundlicheres Verfahren hergestellt wurden, durchaus einsetzbar sind.

Toxische Materialien
Die Quantenpunkte dienen der Verbesserung von Helligkeit und Farben. Diese enthalten jedoch schädliche Metalle, die der Umgebung bei einer Entsorgung schaden. Zuerst haben die Forscher Produktinformationen recherchiert, um herauszufinden, welche Tablets und Fernseher mit Quantum-Dot-Technologie ausgestattet sind. Im Labor wurden die Geräte anschließend demontiert und nach Quantenpunkten untersucht.

Mithilfe von Massenspektrometrie sowie Röntgen-Fluoreszenz-Spektroskopie haben die Forscher festgestellt, dass ein Tablet Cadmium-Quantenpunkte enthält. Dabei handelt es sich um ein Schwermetall, das toxisch und krebserregend ist. In einem Fernsehgerät wurden Indium-Quantenpunkte nachgewiesen. Obwohl Indium weniger schädlich als Cadmium ist, benötigen die Indium-Nanomaterialien in ihrer Herstellung mehr Energie.

Winzig kleine Mengen
Im Labor haben die Forscher Deponiewasser, das giftige Stoffe aus den Geräten herauslösen kann, durch eine säurehaltige, chemische Flüssigkeit simuliert. Die Devices wurden unter drei Prüfbedingungen getestet. Zuerst ist nur das Material mit den Quantenpunkten in die Flüssigkeit getaucht worden. Anschließend sind die TVs und Tabets zerteilt und zu guter Letzt unversehrt in die chemische Flüssigkeit eingelegt worden. Nach 18 Stunden haben die Wissenschaftler die Flüssigkeit untersucht, um die Menge an darin enthaltenem Cadmium und Indium festzustellen. Den Resultaten zufolge ist die Konzentration an abgegebenen Quantenpunkten aber geringer als der Schwellenwert, welcher als gefährlich gilt.

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