Sechs zentrale Fragen wie rechtskonformes Datenmanagement ab 2018 aussehen muss Sechs zentrale Fragen wie rechtskonformes Datenmanagement ab 2018 aussehen muss - Computerwelt

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Sechs zentrale Fragen wie rechtskonformes Datenmanagement ab 2018 aussehen muss

Der Stichtag für die Einhaltung der GDPR/DSGVO im Mai 2018 kommt immer näher – eine rechtskonforme Umsetzung hat erhebliche Auswirkungen auf das Datenmanagement, ist aber lösbar.

Eine rechtskonforme Umsetzung der DSGVO hat erhebliche Auswirkungen auf das Datenmanagement.

Eine rechtskonforme Umsetzung der DSGVO hat erhebliche Auswirkungen auf das Datenmanagement.

© pixabay

Die GDPR (General Data Protection Regulation) der Europäischen Union – oder DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) – regelt die personenbezogene Datenverarbeitung in der EU und betrifft aufgrund auch viele Unternehmen außerhalb der EU. Die DSGVO gilt für Unternehmen, die in der EU ansässig sind oder Waren/Dienstleistungen an EU-Bürger verkaufen oder das Verhalten der EU-Bürger erfassen. Sie muss bis zum 25. Mai 2018 von den EU-Mitgliedstaaten in ihre nationalen Gesetze übernommen und von den Unternehmen eingehalten werden. Actifio nennt dazu sechs Fragestellungen, mit denen sich jedes Unternehmen befassen sollte

Die Verordnung verlangt hohe technische Standards beim Datenschutz und enthält strenge Anforderungen an die Sicherheit von Personendaten und verlangt ein System des "Privacy by Design". Sie fordert hohe technische Standards zum Sichern der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Personendaten natürlicher Personen. Bei schweren Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro. Zudem besteht ein Verfahren für meldepflichtige Datenschutzverletzungen. So müssen diese innerhalb von 72 Stunden den Behörden gemeldet werden. Zudem hat jeder Betroffene EU-weit Anspruch auf Schadenersatz bei Datenschutzverletzungen. Insgesamt erhöht sich das rechtliche Risiko bei Datenschutzverletzungen für Unternehmungen ab 25. Mai 2018 somit erheblich. 

Unternehmen erwarten zusätzliche Kosten
Einer aktuellen Studie der Beratungsfirma Baker Mckenzie zufolge glauben 70 Prozent der Befragten, dass ihr Unternehmen zusätzliches Budget und weitere Bemühungen investieren muss, um den Anforderungen der GDPR gerecht zu werden. Darüber hinaus gaben fast 45 Prozent der Befragten an, dass sie entweder nicht über die Tools verfügen, um die Hauptanforderungen der GDPR zu erfüllen, oder dass sie diese zu erheblichen Kosten anschaffen müssen. Fast 30 Prozent der Befragten stimmten darin überein, dass die GDPR ein globaler "Game Changer" ist, also erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftsalltag hat. So müssen weltweit mindestens 75.000 Datenschutzbeauftragte in größeren Unternehmen eingestellt werden. 40 Prozent der Unternehmen wollen 500.000 US-Dollar aufbringen für die GDPR-Compliance. Eines von vier Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern plant sogar mehr als eine Million US-Dollar zu diesem Zweck auszugeben.

Dabei stellen sich wichtige Fragen zur aktuellen Datenmanagement- und Datenschutzstrategie:

  • Kommen mehrere Technologien zum Einsatz, um sekundäre Kopien der Daten zu verwalten?
  • Sind mehrfache physische Kopien von Produktionsdaten – für Entwicklung, Test, Training, Analytik etc. – im ganzen Unternehmen im Umlauf?
  • Sind persönlich identifizierbare Daten (PII) in den Systemen als sensibel gekennzeichnet?
  • Werden PII in einer konsequenten, programmatischen Weise verschleiert oder anonymisiert?
  • Wurden die Aufbewahrungsrichtlinien angesichts der neuen Datenschutzbestimmungen angepasst?
  • Besteht trotz der Integration von Datenschutzmaßnahmen die Möglichkeit, Daten für Entwicklungs- und Testumgebungen schnell zur Verfügung zu stellen?

Unabhängig von der Unternehmensgröße oder Branche wird die GDPR erhebliche Auswirkungen darauf haben, wie Daten erstellt, verwaltet, gespeichert und geschützt werden. Die Technologien, die zur Einhaltung der Gesetze eingesetzt werden, sollten auf eine breite Palette von Datenmanagementanforderungen angewendet werden können, um die aktuellen und zu erwartenden zukünftigen regulatorischen Anforderungen zu unterstützen.

Eine Enterprise Data-as-a-Service-Plattform ist eine praxisgerechte Lösung für das moderne Datenmanagement. Die entsprechende Software liefert zeitgemäße Datenmanagementfunktionen, um regulatorische Anforderungen zu adressieren. 

Hierzu zählen:

  • Bessere Kontrolle über die Daten durch die Virtualisierung von Sekundärkopien
  • Aufbrechen bisheriger Datensilos zur Erstellung eines ganzheitlichen Datensystems
  • Schutz kritischer Daten durch deren Kennzeichnung
  • Management kompletten Datenlebenszyklus vor Ort oder in der Cloud

"Bei der Umsetzung der Anforderungen der GDPR in die Geschäftspraxis spielt Technologie eine maßgebliche Rolle: Mit einer modernen Datenmanagementlösung wie Enterprise Data-as-a-Service lassen sich Daten einmalig maskieren und anschließend beliebig oft als virtuelle Kopie bereitstellen", so Thorsten Eckert von Actifio. "Nur so besteht die Chance, weiterhin einen effizienten IT- und Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, der aber den neuen Datenschutzanforderungen gerecht wird."

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