Wie sieht der Laptop der Zukunft aus? Wie sieht der Laptop der Zukunft aus? - Computerwelt

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02.10.2017 Simon Gröflin*

Wie sieht der Laptop der Zukunft aus?

Wird der Zukunfts-Laptop so flach wie eine Folie sein oder werden wir alles nur noch mit einer Datenbrille steuern?

Das Switch 5 ist Acers erstes 2-in-1-Convertible mit lüfterlosem Core i7.

Das Switch 5 ist Acers erstes 2-in-1-Convertible mit lüfterlosem Core i7.

© Acer

Der Notebook-Markt verschmilzt immer mehr mit dem klassischen Tablet. Aber wie wird eigentlich der Laptop der Zukunft aussehen? Gibt es bald einen rollbaren Bildschirm? Wird dieser nur noch per Sprachbefehl oder per Handgesten gesteuert? Oder wird irgendwann sogar alles mit einer Datenbrille in der Mixed Reality bedient? Auch wenn es amüsant wäre, sich gleich einen ganzen Laptop ins Gehirn zu implantieren und diesen mit der HoloLens über Gesten zu steuern, wird der Laptop auch in zehn Jahren noch so aussehen, wie er heute aussieht. Oder sind Sie anderer Meinung?

Der gegenwärtige Trend
Prominenter werden generell dünnere Ultrabooks und Hybriden, die sich vom Notebook zum Tablet umwandeln lassen. Mit Detachables, also "Two-in-Ones" mit entfernbarem Bildschirm wie das Switch 5 von Acer, betreten erstmals auch 2-in-1-Notebooks mit einem lüfterlosen Core-i7-Prozessor den Markt. Das Surface Laptop mit Windows 10 S ist dabei nur ein erstes Anzeichen für weitere kommende Leistungsträger mit fast rahmenlosem Display und schlichtem Metallgehäuse.

Denn auch im günstigeren Preisbereich trifft man mittlerweile immer mehr lüfterlose, wandelbare und leistungsstarke Notebooks mit Klappbildschirm an. Ein solches Beispiel dafür ist etwa das neue Asus-Convertible VivoBook Flip TP410U, das sogar einen Stift und einen Touch-Bildschirm mitbringt.

Augen- und Handbewegungen
Der Laptop der Zukunft wird gewiss dünner und noch leichter sein. Geht man von aktuellen Technologietrends aus, wird sich vor allem im Bereich zusätzlicher Steuerungsmöglichkeiten die eine oder andere spannende Weiterentwicklung abzeichnen, da Augen- und Gestensteuerung schon jetzt eingesetzt werden. Galten Sensorleisten der Firma Tobii jüngst noch eher als nettes Zusatz-Gadget für Spiele-Laptops und bestenfalls als Erweiterung für Windows Hello, hat Microsoft für Windows 10 bereits eine systemweite Eye-Tracking-Funktion integriert.

Dadurch können auch Anwender mit körperlichen Beeinträchtigungen die Windows-Oberfläche mit Augenbewegungen steuern. Stellen Sie sich aber dieses Anwendungsszenario einmal im Alltag vor: Sie schauen kurz zum Bildschirm und scrollen mit einer Augenbewegung ein Textfeld nach unten. Mit dieser oder ähnlicher Technik wie HPs Leap Motion rückt auch Gestensteuerung in Greifnähe. So können irgendwann mit der Hand in der Luft auch Foto-Diashows durchblättert oder Objekte wie auf einem Touch-Bildschirm bewegt werden.

Ohne einmal auf die Weissagungen der Gartner- und IDC-Analysten zu hören, erstaunen gewisse Kristallkugelblicke bekannter Hersteller immer wieder aufs Neue. In einer jüngsten Konzeptskizze geht Lenovo beispielsweise bereits von einem faltbaren Laptop aus, nennt aber keine Details zu den fortgeschrittenen Materialien, die dazu erforderlich wären. Die OLED-Technologie, mit der dies möglich wäre, ist zwar schon vorhanden, doch prophezeit nicht auch Samsung alle Jahre wieder ein erstes faltbares Smartphone? Interessant ist aber an der Skizze, dass Lenovo noch immer eine klassische Tastatur und eine Maus integrieren würde. Das könnte wiederum ein Indiz dafür sein, dass der chinesische PC-Hersteller bis heute nicht an Sprachsteuerung glaubt, während Gestensteuerung oder Mixed Reality vielleicht auch in Zukunft nur eine Ergänzung zur gewohnten Arbeitsumgebung darstellen mag.

*Simon Gröflin ist Redakteur von PCTipp.

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