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Studie: Wettbewerbsrisiken treiben Digitale Transformation voran

Der Wettbewerbsdruck treibt weltweit 70 Prozent der Projekte für Digitale Transformation an, so eine aktuelle Studie von Sana Commerce. Über ein Drittel der global befragten Unternehmen sind überzeugt: Fehler oder Mängel bei der Umsetzung von Digitalen Transformationsprojekten im eigenen Unternehmen verschafft Wettbewerbern Vorteile. Entsprechend groß sind die Sorgen, interne Prozesse und Infrastrukturen auf den neuesten Stand zu bringen.

Fehler oder Mängel bei der Umsetzung von Digitalen Transformationsprojekten im eigenen Unternehmen könnte Wettbewerbern Vorteile verschaffen.

Fehler oder Mängel bei der Umsetzung von Digitalen Transformationsprojekten im eigenen Unternehmen könnte Wettbewerbern Vorteile verschaffen.

© LeoWolfert - shutterstock.com

Die globale Sana-Commerce-Studie, durchgeführt von Sapio Research, unter 300 B2B-Organisationen zeigt, dass der Wettbewerbsdruck von allen Seiten kommt: 38 Prozent sehen sich eher von bestehenden Unternehmen bedroht, 35 Prozent von neuen Online-Marktteilnehmern und 34 Prozent von günstigeren ausländischen Lieferanten. Für die befragten Unternehmen aus der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ergeben sich ähnliche Zahlen: 42 Prozent erfahren Wettbewerbsdruck von bestehenden Unternehmen, 32 Prozent von neuen Online-Marktteilnehmern und 28 Prozent von günstigeren Konkurrenten aus dem Ausland.

E-Commerce ist häufig Mittelpunkt der Digitalen Transformation
Um sich erfolgreich im Wettbewerb durchzusetzen und die Kundenerfahrung zu verbessern, spielt nach Meinung von 66 Prozent der befragten Unternehmen aus DACH (global 73 Prozent) E-Commerce eine wichtige Rolle bei der Digitalen Transformation. Laut der Studie von Sana Commerce sind 40 Prozent der Befragten aus DACH der Ansicht (global 44 Prozent), dass E-Commerce im Mittelpunkt der Digitalen Transformation steht, weil es ausschlaggebend für die Kundenerfahrung ist.

Bei der weiteren Begründung, warum E-Commerce eine große Rolle bei der Digitalen Transformation spielt, zeigt sich im internationalen Vergleich in einem Punkt ein deutlicher Unterschied: Für 21 Prozent der DACH-Unternehmen stehen die Daten, die E-Commerce zu den Interessen und Anforderungen der Kunden liefert, im Mittelpunkt, um gezielt relevante Geschäftsbereiche zu verbessern. Global liegt dieser Wert nur bei acht Prozent.

Nur knapp die Hälfte der DACH-Unternehmen (48 Prozent) verfügt über eine Digitale Transformationsstrategie und 34 Prozent wollen diese so schnell wie möglich durchführen. Ganze 17 Prozent der Befragten aus DACH wussten nicht, ob es eine solche Strategie gibt oder nicht (global 10 Prozent). Weltweit geben hingegen 63 Prozent an, eine Strategie für die Digitale Transformation zu haben, doch nur 28 Prozent setzen hier auf schnelle Umsetzung. Insgesamt haben nur vier Prozent das Projekt bisher tatsächlich abgeschlossen (DACH 2 Prozent), was die Lücke zwischen dem, was die IT liefern will und was sie tatsächlich ausführen kann, unterstreicht.

Veraltete Technologie und Widerstand gegen Veränderung
Laut der Studie von Sana Commerce gibt es eine Reihe von Herausforderungen, die den Erfolg von Digitalen Transformationsprojekten beeinträchtigen können. Wenig überraschend war mit 41 Prozent veraltete Technologie die größte Herausforderung der weltweit Befragten – in DACH liegt dieser Wert mit 33 Prozent deutlich darunter. Ebenso glauben 33 Prozent der DACH-Unternehmen (global 39 Prozent), dass der interne Widerstand in den Organisationen gegenüber Veränderungen den Erfolg behindert.

"Wenn es um Digitale Transformationsprojekte für B2B-Organisationen geht, gilt das Motto - handeln statt untergehen", kommentiert Michiel Schipperus, CEO von Sana Commerce. "Wir wissen, dass Unternehmen den Druck von Online-Unternehmen spüren, die sich immer stärker als neue Konkurrenten in den Märkten positionieren. Die Studie zeigt: Weltweit glauben 72 Prozent der Befragten, dass B2B-Unternehmen in Zukunft 100 Prozent ihrer Produkte online verkaufen werden, was zu mehr Online-Wettbewerb führen wird."

Interessant ist hier der regionale Vergleich: DACH-Unternehmen gehen zu 67 Prozent davon aus, dass B2B-Unternehmen ihr komplettes Sortiment online anbieten werden, für die USA liegt dieser Wert bei stolzen 83 Prozent, in der Region Australien/Neuseeland liegt er mit 60 Prozent am niedrigsten.

Innovative Technologien sollen Wettbewerbsfähigkeit stärken
Um dem Wettbewerbsdruck entgegenzutreten, setzen B2B-Unternehmen auf Technologien, die den Direkt-Verkauf an Endnutzer ermöglichen: 73 Prozent aller befragten Hersteller (DACH 71 Prozent) geben an, dass sie letztlich in Zukunft diesen Weg gehen werden. Dies kann die steigende Popularität der B2B-Marktplätze erklären, deren Einsatz voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren um ein Drittel wachsen wird.

Als Geschäftsbereich, der oft versucht, an B2C-Standards heranzukommen, nutzt der B2B-Markt die Digitale Transformation, um die eigene Organisation wettbewerbsfähig zu halten. 62 Prozent der befragten DACH-Unternehmen (global 69 Prozent) werden das Internet der Dinge (IoT) und Machine to Machine (M2M) nutzen, um vorausschauendes Bestellwesen oder Automatisierung zu ermöglichen. Mobilität spielt auch im Geschäftskundenbereich eine wichtige Rolle: 70 Prozent (global 68  Prozent) erwarten, dass B2B-E-Commerce in Zukunft vollständig über mobile Technologien abgewickelt werden kann. Virtual Reality wird bei 63 Prozent der DACH-Unternehmen (global 67 Prozent) relevant, um die Kauferfahrung zu personalisieren und 56 Prozent (global 61 Prozent) werden fahrerlose Autos und Drohnen für die Lieferung einsetzen.

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