Zwei Drittel der deutschen Internetnutzer verzichten aus Sicherheitsbedenken auf bestimmte Online-Aktivitäten Zwei Drittel der deutschen Internetnutzer verzichten aus Sicherheitsbedenken auf bestimmte Online-Aktivitäten - Computerwelt

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23.10.2017 Klaus Lorbeer/pi

Zwei Drittel der deutschen Internetnutzer verzichten aus Sicherheitsbedenken auf bestimmte Online-Aktivitäten

Laut einer Umfrage des deutschen Digitalverbandes Bitkom verzichten 67 Prozent der deutschen Internet-Nutzer aus Angst vor Hackern im E-Mail-Konto, Datendiebstahl in der Cloud oder Betrug beim Online-Banking bewusst auf bestimmte Online-Aktivitäten.

Achim Berg, Präsident des deutschen Digitalverbandes Bitkom

Achim Berg, Präsident des deutschen Digitalverbandes Bitkom

© Bitkom

Verglichen mit dem Vorjahr ist laut Bitkom der Anteil derjenigen, die auf Internet-Aktivitäten verzichtet allerdings zurückgegangen. Letztes Jahr hatten die Frage noch rund drei Viertel (74 Prozent) bejaht. Aktuell gibt von den Internetnutzern, die auf Online-Aktivitäten verzichten, rund jeder zweite (56 Prozent) an, keine vertraulichen Informationen oder wichtigen Dokumente per E-Mail zu verschicken, 29 Prozent haben sich aus Sicherheitsgründen nicht bei Sozialen Netzwerken angemeldet und jeweils rund jeder Vierte verzichtet auf die Nutzung von Cloud-Diensten (26 Prozent) oder Online-Banking (25 Prozent). Rund jeder Siebte gibt an, online keine Reisen, Eintrittskarten oder Mietautos zu buchen (15 Prozent) bzw. nicht bei Online-Händlern oder auf Auktionsplattformen im Netz einzukaufen (14 Prozent).

"Digitale Angebote aus Angst nicht zu nutzen, ist in aller Regel die falsche Entscheidung. Die meisten Risiken der Online-Welt lassen sich durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wie den Einsatz von Sicherheitssoftware oder sicheren Passwörtern, Zwei-Faktor-Authentifizierung und ein entsprechendes Verhalten vermeiden", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Unser Ziel muss ,digital für alle' sein und nicht nur ,digital für viele'."

Große Angst vor Schadprogrammen
Die größte Sorge der Internetnutzer ist, dass ihr Computer mit einem Schadprogramm wie einem Virus infiziert wird. 7 von 10 Onlinern (72 Prozent) geben an, dass sie sich dadurch bedroht fühlen. 6 von 10 (60 Prozent) sorgen sich davor, dass persönliche Daten ohne ihr Wissen genutzt und weitergeben werden, 54 Prozent befürchten die illegale Nutzung von Passwörtern und Online-Zugängen durch Kriminelle, 46 Prozent haben diese Sorge mit Blick auf staatliche Stellen wie Geheimdienste. Jeweils 3 von 10 Internetnutzern (29 Prozent) befürchten Betrug beim Online-Einkauf bzw. beim Online-Banking, 16 Prozent haben Angst vor Beleidigungen oder Mobbing im Netz, 14 Prozent vor sexueller Belästigung. Nur 9 Prozent der Internetnutzer geben an, dass sie sich im Internet überhaupt nicht bedroht fühlen. "Wer online ist, soll sich sicher fühlen. Internetnutzer können sich selbst mit technischen Hilfsmitteln wie aktuellen Virenscannern schützen, zugleich muss aber auch das Wissen der Nutzer über mögliche Angriffe im Netz und die vorhandenen Schutzmöglichkeiten verbessert werden", so Berg. "Und wir müssen dafür sorgen, dass staatliche Behörden wie etwa die Polizei im Netz genauso präsent sind wie auf den Straßen und kriminelle Aktivitäten offline wie online verhindern und konsequent verfolgen."

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