Malwarebytes-Bericht zu Drive-By-Mining von Krypto-Währungen Malwarebytes-Bericht zu Drive-By-Mining von Krypto-Währungen - Computerwelt

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08.11.2017 Klaus Lorbeer/pi

Malwarebytes-Bericht zu Drive-By-Mining von Krypto-Währungen

Das auf die Vermeidung und Behebung von Malware-Bedrohungen spezialisierte Security-Unternehmen Malwarebytes veröffentlichte heute neue Forschungsergebnisse zur Entwicklung von Crypto-Mining und dem Aufstieg von browserbasiertem "Drive-By-Mining" (unautorisiertes und unbemerktes Mining) über Coinhive.

Weltweiter Überblick über registrierte Drive-By-Mining-Fälle.

Weltweiter Überblick über registrierte Drive-By-Mining-Fälle.

© Malwarebytes

Das Phänomen Crypto-Mining existiert schon eine Weile. Allerdings hat es im letzten Monat einen enormen Aufschwung gegeben, was zu weiten Teilen einer Firma namens Coinhive zu verdanken ist. Das Unternehmen bietet einen Service an, mit dessen Hilfe man direkt in einem Webbrowser über eine einfache JavaScript-Bibliothek Krypto-Währungen (in diesem Fall die Krypto-Währung "Monero") minen kann. Coinhive ermöglicht es Website-Besitzern, ihre Inhalte besser zu monetarisieren, indem sie einfach über steigende Nutzerzahlen ihrer Seite, Geld verdienen. Wie so oft bei neuen Technologien brachte die Einführung von Coinhive jedoch Fehler mit sich, die unmittelbar zu Missbrauch führten.

Seit dem 19. September stellt "Coinhive.com" die zweithäufigste blockierte Domain für Malwarebytes-Nutzer dar. Der Grund dafür liegt darin, dass Coinhive API-Zugriff für Webseitenbesitzer bietet, um Miner auf ihrer Internetseite zu installieren. Diese Miner sind in der Lage dazu, mit dem Coinhive-Remote-Server zu kommunizieren und erhalten dadurch Fernzugriff auf Benutzersystemen und deren Rechenleistung - natürlich ohne Zustimmung von Betroffenen.

Mithilfe dieser neuen Technologie hat sich das browserbasierte "Drive-By-Mining" fast über Nacht so stark ausgebreitet, dass sehr viele Anwender nicht mehr nachvollziehen konnten, warum ihr PC lediglich während des Internet-Surfens plötzlich mit Leistungseinbrüchen oder Volllast der CPU zu kämpfen hatte.

Die wichtigsten Ergebnisse des Malwarebytes-Berichts

  • Profit durch Drive-By-Mining: Generell gilt, um möglichst profitabel zu sein, muss der Mining-Vorgang günstiger sein, als der Stromverbrauch, der durch den Mining-Prozess entsteht. Drive-By-Mining nutzt die Computer von Dritten und je mehr Web-Traffic ein Nutzer erzeugt, desto besser sind seine Chancen eine Auszahlung durch Crypto-Mining zu erhalten.
  • Ein Monat voller Sperrungen von Coinhive-Domains und Proxi-Servern: Allein im Oktober hatte Malwarebytes die Domain von Coinhive.com durchschnittlich acht Millionen Mal pro Tag und ungefähr 248 Millionen Mal im Monat geblockt. Dadurch wurden unautorisierte Drive-By-Minings in sehr vielen Fällen verhindert.
  • Weltweiter Überblick über registrierte Vorfälle: Die meisten Fälle von Drive-By-Mining wurden in den USA, Frankreich, Deutschland und Italien verzeichnet.  
  • Die USA und Spanien sind der Länder, die am stärksten von Drive-By-Mining betroffen sind.


Der komplette Malwareybtes-Bericht zur aktuellen Situation von "Drive-By-Mining" von Crypto-Währungen und weitere Hintergründe stehen Ihnen auch über den Malwarebytes-Blog (in englischer Sprache) zur Verfügung.

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