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24.11.2017 Klaus Lorbeer/pi

Swissquote lanciert erstes aktiv verwaltetes Bitcoin-Zertifikat an Schweizer Börse

Die Schweizer Online-Bank Swissquote hat als erster Anbieter ein aktiv verwaltetes Bitcoin-Zertifikat lanciert. Es ermöglicht privaten Anlegern, mittels eines etablierten und an der Schweizer Börse gehandelten Finanzprodukts am Bitcoin-Boom teilzuhaben und minimiert deren Risiken.

Trotz einiger Rückschläge erfreut sich die Kryptowährung Bitcoin steigender Beliebtheit.

Trotz einiger Rückschläge erfreut sich die Kryptowährung Bitcoin steigender Beliebtheit.

© bitcoinsymbol.org

Swissquote hatte bereits im Sommer dieses Jahres als erste europäische Online-Bank das Anlegen in Bitcoins über ihre Handelsplattform ermöglicht. 

KI minimiert das Risiko
Für das Zertifikat nutzt Swissquote Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen: die Volatilität - und damit das Risiko - wird über einen Algorithmus minimiert. Der Algorithmus prognostiziert, in welche Richtung sich die Gewinne kurzfristig entwickeln, indem laufend eine Reihe charttechnischer Parameter ausgewertet werden. Zur Bewertung hinzugezogen wird außerdem die Stimmung am Markt, indem Kommentare in den sozialen Medien analysiert werden. Entwickelt wurde der Algorithmus von Swissquote selbst, vom Team für quantitative Vermögensverwaltung (Quantitative Asset Management).

Das Zertifikat wird durch den Algorithmus automatisch verwaltet. Zwischen 60 Prozent und 100 Prozent der Anlagesumme werden in Bitcoins gehalten, abhängig von den prognostizierten Preisbewegungen der Kryptowährung. Der Teil der Summe, der nicht in Bitcoin investiert ist, wird in einer traditionellen Währung, in diesem Fall US-Dollar, angelegt. Steigt die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs des Bitcoin-Preises, wird der Anteil an US-Dollar erhöht, auf bis zu 40 Prozent. So wird die Volatilität verringert. Wird ein Preisanstieg erwartet, werden bis zu 100 Prozent in Bitcoin investiert. 

"Auch wenn wir an den langfristigen Erfolg der Kryptowährung glauben, stellt die Volatilität ein Risiko dar, das vom normalen Anleger häufig als zu hoch erachtet wird. Deshalb konzentriert sich unsere Strategie darauf, die Schwankungsbreite zu verringern, indem wir den Geldbetrag in US-Dollar in Zeiten der Unsicherheit und des Abschwungs erhöhen", so Peter Rosenstreich, Head of Market Strategy bei Swissquote. "Über das Zertifikat bekommt der normale Anleger einen regulierten und transparenten Zugang zu Bitcoin, ohne selbst Zugang zu einer Bitcoin-Plattform mit einem 'Bitcoin-Wallet' haben zu müssen und ohne das Risiko eines Verlusts von Bitcoins durch Hackerangriffe oder Diebstahl einzugehen. Wir gehen davon aus, dass Anleger bereit sind, auf einen Teil möglicher Gewinn zu verzichten, wenn sie dafür besser gegen Verlustrisiken geschützt sind." 

Das Bitcoin-Zertifikat von Swissquote lautet auf US-Dollar. Die Mindestanlagesumme beträgt 1.000 US-Dollar, was auch dem Ausgabepreis des Zertifikats entspricht. Die Verwaltungskosten betragen 1,5 Prozent pro Jahr zuzüglich Transaktionskosten. Es gibt keine Mindesthaltedauer. 

Weitere Informationen unter https://www.swissquote.com/bitcoin-certificate.

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