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19.12.2017 Wolfgang Franz

Stadtverwaltungen holen bei der digitalen Transformation auf

Im Rahmen des neuen IDC FutureScape stellt IDC ihre weltweiten Top-10-Vorhersagen vor, die sich in den nächsten Jahren auf regionale und lokale Regierungsbehörden bei der Transformation von IT-Systemen und Geschäftsprozessen auswirken werden.

Laura Hopp, Consultant bei IDC

Laura Hopp, Consultant bei IDC

© IDC

Das Hauptziel von Smart Cities ist eine ergebnisorientierte digitale Transformation (DX), die sich auf strategische Prioritäten für Stadtbewohner, Besucher und Unternehmen konzentriert. IDC hat fünf strategische Smart City DX-Prioritäten evaluiert, die IKT-Investitionen mit programmatischen Ergebnissen in diesen Bereichen verknüpfen:

  • Wirtschaftliche Entwicklung und bürgerschaftliches Engagement
  • Nachhaltige Planung und Verwaltung
  • Datengetriebene öffentliche Sicherheit
  • Belastbare Energie und Infrastruktur
  • Intelligenter Transport


Die Top 10 der weltweiten Smart Cities-Vorhersagen
#1: Im Jahr 2018 wird ein Anbieter von Kommunikationsdiensten als Digital Hero auftreten und eine Kooperationsstrategie zur Entwicklung intelligenter Gemeinschaften entwickeln, die zu einer 50Prozentigen Verbesserung der Breitbandversorgung in den Gemeinden führt, mit denen er zusammenarbeitet.

#2: Im Jahr 2018 werden 30 Prozent der großen globalen Städte eine ergebnisorientierte Smart-City-IoT-Plattformstrategie entwickeln, um Geräte miteinander zu verbinden, Daten von verschiedenen Stadtdomänen und Technologieanbietern zu sammeln und zu verwalten, neue Lösungen schnell zu implementieren und eine einheitliche Sicht auf die Stadt zu schaffen.

#3: Bis 2019 werden 25 Prozent der mittelgroßen bis großen Städte die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Einnahmen aus dem Bereich Parken und Verkehr, auf Werbeeinnahmen und Einnahmen aus potenziellen Premium-Datendienste spüren.

#4: Bis 2019 wird ein Drittel der Großstädte Ride-Hailing Unternehmen wie Uber als Anbieter im Personennahverkehr regulieren, um Staus zu bekämpfen, die Sicherheit der Fahrer zu verbessern und das individuelle Transportangebot zum und vom öffentlichen Nah- oder Fernverkehr nach Hause auszubauen.

#5: Bis 2019 werden 20 Prozent der lokalen, staatlichen und regionalen Regierungen weltweit Blockchain-Initiativen entwickeln, um Betriebs- und Verarbeitungskosten zu senken, die Datenintegrität und -freigabe zu verbessern und Sicherheits- und Datenschutzprotokolle in Registern und Verträgen zu verankern.

#6: Bis 2019 werden bis zu 50 Prozent der Smart-City-Projekte weltweit über öffentlich-private Partnerschaften, Nonprofit-Partnerschaftsmodelle, kofinanzierte Innovationszentren oder Grundsatzvereinbarungen finanziert, da Städte und Technologieanbieter neue Wege der Zusammenarbeit jenseits traditioneller Beschaffungsmodelle suchen.

#7: Bis 2020 werden mindestens drei groß angelegte städtische Initiativen es dem Einzelnen ermöglichen, persönlich mit Objekten wie Straßenlaternen, Straßenkiosken und Tourismusstrukturen zu interagieren und auf neue Erfahrungen, Informationen und Dienstleistungen zuzugreifen.

#8: Als Reaktion auf die Entwicklungen bei vernetzten Fahrzeugen und den Druck zur Verbesserung der Sicherheit werden bis 2020 20 Prozent der mittelgroßen und großen Städte damit beginnen, Vehicle-to-Vehicle- oder Vehicle-to-Infrastructure-(V2X)-Kommunikation zu ermöglichen, um den Verkehrsfluss zu optimieren und Kollisionen deutlich zu reduzieren.

#9: Bis 2020 werden 15 Prozent der großen globalen Katastrophenschutzorganisationen in Städten und Ländern eine Kombination aus Augmented- und Virtual-Reality-Lösungen einsetzen, um durch Remote Incident Management und Virtual Subject Expertise Gefahrensituationen besser einschätzen und auf diese reagieren zu können.

#10: Aufgrund der zunehmenden Angreifbarkeit von Smart Cities für Cyberangriffe, werden bis 2020 70 Prozent der nationalen Regierungen einheitliche Cybersicherheitsstandards (wie zum Beispiel Datenverwaltungsregeln und Konnektivitätssicherheit) für alle Regierungsebenen schaffen und durchsetzen.

"Städte und andere Kommunalverwaltungen wurden in der Vergangenheit traditionell und vor allem hierzulande als Nachzügler in Bezug auf Technologie und Innovation betrachtet", sagt Laura Hopp, Consultant bei IDC in Frankfurt. "Wir beobachten allerdings zunehmend, dass die öffentlichen Verwaltungen Innovationen mehr und mehr annehmen und kreative Wege finden, um neue Lösungen auszuprobieren. Uns stehen aufregende Zeiten ins Haus. In nächster Zeit werden wir neue Partnerschaftsmodelle, neue Anwendungsfälle für die Nutzung innovativer Technologien sowie den Einzug von Spitzentechnologien in die Stadtverwaltungen beobachten können", so Hopp abschließend.

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