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13.01.2018 Klaus Lorbeer/pi

Samsung SmartThings-App bündelt bisher fragmentierte IoT-Anwendungen

Samsung hat auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas seine Strategie für ein nutzerfreundliches Internet-of-Things (IoT) der Zukunft vorgestellt. Mit der SmartThings App bündelt Samsung bislang fragmentierte IoT-Anwendungen und öffnet sein IoT-Ökosystem für Drittanbieter.

Samsung und seine vor knapp einem Jahr erworbene Tochter HARMANN gaben auf der CES einen Blick in die Zukunft vernetzter und autonomer Autos.

Samsung und seine vor knapp einem Jahr erworbene Tochter HARMANN gaben auf der CES einen Blick in die Zukunft vernetzter und autonomer Autos.

© Samsung

Auf der Samsung Pressekonferenz im Rahmen der CES präsentierte die Koreaner Lösungen für eine lückenlose Vernetzung sämtlicher Samsung Geräte zu Hause, im Büro und unterwegs im Auto. Ziel ist es, alle Samsung Geräte bis 2020 IoT-fähig zu machen. Für eine herstellerübergreifende Vernetzung kündigte Samsung zudem Pläne an, die Kompatibilität von Geräten mithilfe einer offenen und intelligenten Plattform voranzutreiben.

"Wir bei Samsung sind der Meinung, dass die Nutzung des IoT so einfach sein sollte wie das Licht ein- und auszuschalten. Mit unseren neuen Produkten und Services gestalten wir das IoT der Zukunft noch intuitiver und nahtloser", sagte Hyunsuk Kim, Head of Samsung Consumer Electronics and Samsung Research und ergänze, dass bis 2020 alle Samsung-Geräte "smart" und "intelligent" miteinander vernetzt sein sollen.

Ein Internet-der-Dinge für jeden
Kern von Samsungs IoT-Strategie ist eine offene Plattform, die das Internet-of-Things für Nutzer zugänglicher machen und ihnen eine intelligente, personalisierte Anwendung ermöglichen soll. Das momentan fragmentierte und komplexe IoT-Ökosystem hat für den Verbraucher noch zu viele Hürden, offene Plattformen können das Internet-of-Things zugänglicher gestalten. Dank eines umfangreichen Produktportfolios - von TVs über Haushaltsgeräte bis hin zu Smartphones - und des Know-hows in Sachen 5G-Konnektivität ist Samsung zuversichtlich, mit SmartThings ein offenes und gut vernetztes IoT-Ökosystem umsetzen zu können.

Samsung arbeitet mit Partnern wie dem Open-Connectivity-Forum (OCF) zusammen, um allgemeine Industriestandards durchzusetzen, die die IoT-Nutzung vereinfachen. Das OCF ist weltweit führend bei der Standardisierung von IoT-Prozessen. Mit einer intelligenten Klimaanlage, dem ARTIK Chip und dem Family-Hub-Kühlschrank konnten Entwickler von Samsung als erste eine offizielle OCF-Zertifizierung für IoT-Produkte erlangen.

SmartThing-App kommt dieses Frühjahr
Die SmartThings-App, die dieses Frühjahr erscheint, fasst alle aktuellen IoT-Anwendungen von Samsung wie Smart Home, Smart View und Samsung Connect in einer einzigen Applikation zusammen und ermöglicht so, alle kompatiblen Geräte wie das Smartphone, den TV oder das Auto mit nur einer App zu verbinden und zu bedienen. Darüber hinaus plant Samsung die Vernetzung von HARMAN Ignite mit der SmartThings Cloud, um IoT über das smarte Zuhause hinaus auch im Auto zu nutzen. Anwender können so ihr vernetztes Zuhause vom Auto aus steuern - und umgekehrt.

Die "intelligenten" Geräte des Alltags immer schlauer zu machen und miteinander zu verknüpfen, um den Nutzen für die Konsumenten zu erhöhen, ist integraler Bestandteil von Samsungs Vision. Mit dem von Samsung entwickelten sprachbasierten virtuellen Assistenten Bixby können beispielsweise Nutzer bereits heute schon vermehrt Aufgaben mit Hilfe ihres Smartphones erledigen. 2018 wird die Sprachsteuerung von Bixby in ausgewählten Smart-TVs und Family-Hub-Kühlschränken zum Einsatz kommen und so alltägliche Aufgaben für jeden vereinfachen - von der Küche über die Waschmaschine bis zum Fernseher.

Zunehmende Vernetzung erfordert eine entsprechende Sicherheit. Deswegen plant Samsung, die hauseigene Knox-Technologie in alle vernetzten Geräte des Unternehmens zu integrieren. 

Die vernetzte Zukunft aufbauen
Auf der Pressekonferenz im Rahmen der CES bekräftigte Samsung außerdem sein Engagement für innovative Technologien durch gezielte Investitionen. Im Jahr 2017 gab das Unternehmen mehr als 14 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung aus. Weitere Investitionen in IoT fließen durch Samsung NEXT. Dem Accelerator kommt eine Schlüsselrolle bei der Transformation des gesamten Konzerns zu.
Als Teil der weiter ausgebauten Samsung Research Unit wurde außerdem ein neues Zentrum für Künstliche Intelligenz geschaffen, das die weltweiten Entwicklungstätigkeiten von Samsung in diesem Bereich koordiniert. Labore in Toronto, Montreal, Cambridge und Russland werden gemeinsam mit den Standorten im Silicon Valley und Korea und den M&A-Aktivitäten des Unternehmens gebündelt, um die KI-Entwicklung bei Samsung voranzutreiben.

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