Planung und Reporting – Dauerbaustellen im Controlling Detail - Computerwelt

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15.03.2012 ÖCI

Planung und Reporting – Dauerbaustellen im Controlling

Ergebnisse der ÖCI-Panels 2011

Die aktuelle Studie des Österreichischen Controller-Instituts, das jährlich stattfindende ÖCI-Panel, zeigt, dass Planung und Reporting, insbesondere deren Software-Unterstützung, die Unternehmen in höchstem Maße beschäftigen. In beiden Controlling-Kernprozessen wird massives Optimierungspotenzial in einer verbesserten IT-Unterstützung gesehen.

Entwicklungen in Planung und Reporting

Die Einführung bzw. Optimierung der IT-Unterstützung ist das Top-Thema in der Optimierung der – nach wie vor primär excel-basierten - Planung. Mehr als die Hälfte (53%) der Unternehmen planen, Planungswerkzeu-ge einzuführen bzw. zu optimieren. Danach folgen Bestrebungen den Planungszeitraum verkürzen (33%) und konkrete Top-down-Ziele vorzugeben (25%). Beides ermöglicht den Unternehmen sowohl den Planungsaufwand zu reduzieren als auch die Datenqualität zu verbessern. Eine Dezentralisierung der Planung streben 20% an, um an Flexibilität zu gewinnen. 22% streben an, detaillierter zu planen, dieses Ziel ist auf seine Kosten-Nutzen-Relation und Konflikte zu anderen Optimierungszielen zu hinterfragen. Die Umsetzung sämtlicher angestrebter Verbesserungen ist mit excel-basierten Planungswerkzeugen kaum möglich und belegt technischen Handlungsbedarf im Planungsprozess.

Im Reporting sind die Veränderungswünsche betreffend Software-Unterstützung noch massiver (58%). Software-Tools müssen in der Lage sein, besonders dem Enduser Unterstützung zu bieten: 48% der Unternehmen möchten die optische Aufbereitung der Reports verbessern, jeweils 38% die Kommentierung intensivieren bzw. verstärkt nicht-monetäre Kennzahlen in das Reporting aufnehmen. Die Beschleunigung im Reporting ist offensichtlich weitgehend realisiert, nur 19% streben an, das Berichtsdatum vorzuverlegen. Interessant ist weiters festzustellen, dass das Management sukzessive selbst auf Informationen und Reports zugreift (37%).

Auswahl des richtigen Business-Intelligence-Tools
Um rasch und mit vertretbarem Ressourceneinsatz die für die spezifische Problemsituation bestgeeignete Software auszuwählen, hat sich folgende Vorgehensweise als nützlich erwiesen:
• Softwareanforderungen mittelfristig definieren: aktuell ist z.B. nur eine Reportingoptimierung notwen-dig, später folgende Planungsanforderungen sind aber bereits in den geforderten Funktionen zu berücksichtigen
• Auswahlprozess strukturiert durchführen: vom Marktscreening prinzipiell geeigneter Lösungen über das Pflichtenheft zur strukturierten Bewertung der Software-Lösungen
• Personen betonen: eine Software-Implementierung ist noch immer “people business”, die Qualifikation des angebotenen Personals ist daher erfolgskritisch
• „Total Cost of Ownership“ kalkulieren: neben Einmalkosten der Implementierung und sind laufende Folgekosten zu berücksichtigen
• Projektzeitplan für Auswahl und Implementierung straffen.
• Häufig werden die Kosten einer Software-Auswahl durch einen neutralen Dritten in Relation zu den Lizenz- und Implementierungskosten überschätzt. Tatsächlich zeigt die Projekterfahrung eine Relation von 1:6 bis 1:10 zwischen Beratungskosten für die Softwareauswahl und Imp-lementierungskosten.

Die vom 24.-25.04.2012 zum 7. Mal in Wien stattfindende ÖCI-BARC-Tagung ist ideal dazu geeignet, einen konzentrierten Überblick über etablierte Planungs- und Reportinglösungen zu gewinnen, inhaltliche Control-ling-Themen mit Experten zu diskutieren sowie Hilfestellungen für die Auswahl von Business Intelligence-Lösungen zu erhalten (für Details unter www.oeci-barc-tagung.at).  

Autor: Mag. Mirko Waniczek, Senior Manager, Contrast Management-Consulting

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