BDO-Bericht belastet TA-Vorstände und -AR Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


BDO-Bericht belastet TA-Vorstände und -AR

Der Prüfbericht der Beratungsfirma BDO über die Telekom Austria birgt laut "News" so viel Sprengstoff, dass er nicht nur die Entlastung der aktuellen Aufsichtsräte und Vorstände bei der bevorstehenden TA-Hauptversammlung am 23. Mai in Frage stellt, sondern auch die Entlastung der AR-Mitglieder und Vorstandsdirektoren früherer Jahre nichtig machen könnte.

© A1

Der Prüfbericht der Beratungsfirma BDO über die Telekom Austria birgt laut "News" so viel Sprengstoff, dass er nicht nur die Entlastung der aktuellen Aufsichtsräte und Vorstände bei der bevorstehenden TA-Hauptversammlung am 23. Mai in Frage stellt, sondern auch die Entlastung der AR-Mitglieder und Vorstandsdirektoren früherer Jahre nichtig machen könnte.

Wegen seiner Brisanz werde der Bericht bei der HV unter Verschluss gehalten werden, schreibt "News". Der 1.500 Seiten starke Prüfbericht zeige strafrechtlich relevante Vorgänge auf, die Vorstandsmitglieder und Manager betreffen, berichtet "News" im Voraus. Daher sei der Bericht umgehend der Staatsanwaltschaft übermittelt worden. Seitens der Telekom wollte man den "News"-Artikel nicht kommentieren und verwies auf den Eigentümer ÖIAG, der den BDO-Bericht in Auftrag gegeben habe. "Wir haben im Unternehmen keinen BDO-Bericht vorliegen", sagte TA-Sprecher Alexander Kleedorfer. Bei der ÖIAG war für die APA vorerst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Am 2. Mai hatte der TA-Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, eine Entlastung des Aufsichtsrates und des Vorstands zu empfehlen. Bei der Empfehlung wurde ausdrücklich auf den BDO-Bericht verwiesen, der nach Ansicht von Rechtsexperten einer Entlastung nicht entgegenstehe.

Laut dem BDO-Bericht, der "News" nach eigenen Angaben nicht vollständig vorliegt, soll es zu schwerem, systematischem Betrug im Immobilienmanagement gekommen sein. Kritisch hinterfragt wird außerdem die Rolle von Edith Hlawati, die dem Telekom-Aufsichtsrat seit 2001 angehört. Die Anwaltskanzlei CHSH, in der Hlawati Partnerin ist, habe der Telekom seit 2001 rund 7,13 Mio. Euro für Beratungstätigkeiten verrechnet.

Den früheren Generaldirektoren Heinz Sundt und Boris Nemsic wird eine "bestechend einfache" Lobbyingstrategie vorgehalten. Aufgefallen sind weiters eine Vernachlässigung des Festnetzes sowie eine Bevorzugung des Zulieferers Alcatel-Lucent. Gut weg kommt der amtierende Generaldirektor Hannes Ametsreiter in dem Bericht.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.



Hosted by:    Security Monitoring by: