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04.05.2009 apa

Nokia will Kostenlos-Kultur des Internets verhindern

Die Herausforderung für uns ist nicht Apple, sondern ein Handykunde, der kein Geld für mobile Inhalte ausgibt, so Vorstandsmitglied Tero Ojanperä.

Der weltgrößte Handyhersteller Nokia ist besorgt über den beschleunigten Vormarsch von Internetfirmen in das Mobilfunkgeschäft. Netzbetreiber und Gerätebauer müssten gemeinsam verhindern, dass die Kostenlos-Kultur des Internets überschwappe und damit den "Wert der Mobilfunkindustrie" zerstöre, sagte Vorstandsmitglied Tero Ojanperä der "Financial Times Deutschland". "Die Herausforderung für uns ist nicht Apple, sondern ein Handykunde, der kein Geld für mobile Inhalte ausgibt", so der Manager, der die Internetaktivitäten des finnischen Konzerns steuert.

Ojanperä reagiert damit auf wachsende Zweifel, ob das Unternehmen mit seiner Internetplattform Ovi (Finnisch für "Tür") genügend Schwung entwickeln kann, kostenpflichtige Produkte wie Navigation, Software, Musik und E-Mail-Synchronisationsdienste im großen Stil an Besitzer von Nokia-Handys zu verkaufen. Mit der neuen Plattform im Internet, die in den kommenden Wochen als Komplettangebot starten soll, will sich der Konzern unabhängiger von seinen Hauptkunden - den Mobilfunknetzanbietern - machen und zugleich den stetigen Preisverfall im Handymarkt mit einer neuen Wachstumssparte abfangen.

Mit Start des Komplettangebots von Ovi im Juni sollen 50 Mio. Nutzer von Nokia-Mobiltelefonen auf die Internetplattform zugreifen können. "Für 2012 rechnen wir mit 300 Mio. aktiven Ovi-Nutzern", erklärte Ojanperä.

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