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08.05.2009 Edmund Hilt*

Babylonische Türme im Datenmanagement

Datensicherheit und Datenmanagement sind Hauptzweck einer jeden Speicherlösung. Administratoren stehen dabei vor immer neuen Herausforderungen.

Datensicherheit und Datenmanagement sind Hauptzweck einer jeden Speicherlösung. Administratoren stehen dabei vor immer neuen Herausforderungen. Zum einen wächst der Datenberg: IDC prognostiziert ein Ansteigen des weltweiten Informationsvolumens von unter 200 Exabyte im Jahr 2006 auf rund 1.700 Exabyte im Jahr 2011. Die verschiedensten Anwendungen zeichnen dafür verantwortlich. Speicherlandschaften machen zum anderen eine bewegte Geschichte mit: Bei betagten Storagelösungen steigen die Ausfallrisiken. Anbieter von Speichersystemen verschwinden vom Markt. Speicherlösungen werden ausgewechselt.

Um so häufiger eine derartige Umstrukturierung im Unternehmen stattfindet, umso schneller kann es später zu bösen Überraschungen kommen. Problematisch wird dies deshalb, weil Daten mittel- und langfristig verfügbar sein müssen. Datenkonvertierung spielt daher eine immer entscheidendere Rolle in der Datensicherheit.

Neben alten Beständen müssen bisweilen aber auch aktuelle Datensätze integriert werden – beispielsweise bei der Einführung neuer Speicherlösungen oder bei der Übernahme von Unternehmen und ihrer bestehenden Infrastruktur. Auch rechtliche Anforderungen spielen eine immer größere Rolle. Die denkbare Anfrage eines Wirtschaftsprüfers, alle Daten der letzten zehn Jahre zur Verfügung zu stellen, wird schnell zu einer Reise in die Backup-Vergangenheit eines Unternehmens. Datenbestände müssen dann aus oft heterogenen Systemumgebungen in neue Speichermedien konvertiert werden.

Konvertierung ist dabei nicht nur eine lästige Aufgabe, sondern bietet zugleich auch einen Folgenutzen: In einem Zug kann gleichzeitig eine Deduplizierung und Komprimierung durchgeführt werden. Hierzu wird die Speicherlandschaft untersucht, die notwendige Konvertierungsstrategie entwickelt und gleichzeitig umgesetzt. Das baut einerseits das Datenvolumen ab und verringert andererseits die Kosten für die Speicherinfrastruktur. Dadurch kann mittel- wie auch langfristig auf relevante Geschäftsinformationen zugegriffen werden.

Datenkonvertierung wird in Zukunft immer wichtiger werden. Die Halbwertszeit digitaler Daten durch neue Speicherlösungen wird aktuell eher geringer. Schon jetzt raten Experten daher angesichts des technologischen Fortschritts dazu, alle fünf Jahre die Unternehmensdaten zu konvertieren. Die Überspielung von Informationen wird aus diesem Grund ein integraler Bestandteil von Datensicherheit. Unternehmen oder auch Behörden, die mittel- und langfristig über ihre Daten verfügen müssen, sehen sich früher oder später mit diesem Problem konfrontiert. Eine Lösung gibt es mit den richtigen Experten in den meisten Fällen. Für jeden Projektfall lässt sich ein Konvertierungsfahrplan erstellen. Doch auch die Administratoren selber können im Vorfeld wichtige Weichen stellen: durch Backup-Disziplin und übersichtliche, weil gut dokumentierte Speicherlandschaften.

* Der Autor ist Managing Director beim Datensicherheitsspezialisten Kroll Ontrack.

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