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12.05.2009 Rudolf Felser

Dynamischer Blade-Würfel für Rechenzentren

Fujitsu Technology Solutions hat sein Blade-Server-Portfolio um das Primergy-BX900-System, den sogenannte Dynamic Cube, erweitert.

Fujitsu Technology Solutions (früher Fujitsu Siemens Computers) hat sein Blade-Server-Portfolio um das Primergy-BX900-System erweitert. Der sogenannte "Dynamic Cube" ist für Fujitsu eigenen Angaben zufolge "ein Schlüsselprodukt bei der Umsetzung seiner weltweiten Wachstumsziele". Er soll wesentlich dazu beitragen, den Marktanteil des Unternehmens im Bereich der x86-Server auszubauen. Ziel ist es, bis 2010 weltweit 500.000 Servereinheiten der umfassenden Primergy-Produktpalette zu verkaufen. Teil des Erfolgsrezeptes: Das Blade-System bietet eine vollständige Server-Infrastruktur innerhalb eines einzigen Blade-Chassis.

Mit einem deutlich reduziertem Energieverbrauch soll der neue Blade-Server "branchenweit neue Maßstäbe setzen". Das auf den Namen "Cool-safe" getaufte Lüftungskonzept soll geringere Anforderungen an die Klimatisierung stellen. Fujitsu stellt in Aussicht, dass Unternehmen durch "neueste Netzteiltechnik und innovative Server-Managementfunktionen", wie etwa das "ServerView Power Consumption Management", ihre Stromkosten jährlich um mehrere tausend Euro pro Blade-Chassis reduzieren können. Diese Berechnung basiert auf einem Vergleich des Energieverbrauchs von zehn Primergy RX200 Rack-Servern gegenüber zehn Primergy Blade-Servern in einem BX900-System. Bei diesem Vergleich können Fujitsu zufolge mit dem Primergy BX900 1.500 Euro pro Jahr bei einem durchschnittlichen Preis von 0,10 Euro pro Kilowattstunde (kWh) eingespart werden.

SYSTEMREDUNDANZ Die Server-Blades der Primergy BX900 sind mit Prozessoren der Intel-Xeon-5500-Serie ausgestattet. Sie werden über eine neuentwickelte, passive Midplane und bis zu acht konfigurierbaren Ethernet, Fibrechannel und Infiniband Switchen mit den LAN-, SAN- oder Infiniband-Umgebungen des Unternehmens verbunden. Potenzielle Ausfallzeiten werden durch die Systemredundanz des Systems minimiert. Alle aktiven Hardwarekomponenten innerhalb des Chassis können im laufenden Betrieb ausgetauscht werden, verspricht Fujitsu. Des Weiteren ist der Blade-Server mit einer software-basierenden Ausfallsicherung für die Hardware ausgestattet. So könne bereits bei ersten Anzeichen einer Störung der betroffene Blade-Server vorsorglich und automatisch aus dem Virtualisierungsverbund herausgenommen werden, so der Hersteller in einer Aussendung. Um die notwendige Wartung zeitlich flexibel zu gestalten, wird der Hypervisor angewiesen, das Serverblade automatisch in den Wartungsmodus zu versetzen und die virtuellen Maschinen auf die anderen Blades zu verteilen.

Dank der physikalischen Zusammenführung (Vollintegration) von Stromversorgung und Kühlung und dem damit gewonnenen Raum innerhalb des Chassis kann Fujitsu in ein Standard-Server-Chassis mit zehn Höheneinheiten zwei weitere Server-Blades integrieren, wodurch sich die Anzahl der Blades auf insgesamt 18 ausbauen lässt.

Laut Vernon Turner, Senior Vice President für Enterprise Infrastructures bei IDC: "Durch seine Hochleistungsfähigkeit, die Einsatzmöglichkeit für Virtualisierungs- und Konsolidierungsprojekte sowie sein Energiesparpotenzial ist der Primergy BX900 für Rechenzentren höchst interessant. Wir gehen davon aus, dass es Fujitsu mit diesem Serversystem gelingen wird, sich im oberen Segment des Blade-Server-Marktes zu positionieren." Der Primergy BX900 wird an den Fujitsu Standorten Augsburg und Fukushima in Japan hergestellt und ist ab dem 21. Mai 2009 lieferbar.

MANAGEMENT-SOFTWARE Der neue ServerView Resource Coordinator VE (RCVE) ist eine elementare Komponente der neuen Blade-Server-Generation von Fujitsu. Mit dem Management-System können Unternehmen auf Basis von physischen und virtuellen Servern dynamische Infrastrukturen in Rechenzentren erstellen. Es macht sämtliche Ressourcen physischer und virtueller Server innerhalb komplexer Server-Strukturen und Cloud Computing-Umgebungen nutzbar, verspricht der Hersteller. Das System vereinfache die einheitliche Verwaltung der Infrastruktur und garantiere hohe Leistungsfähigkeit, indem alle Ressourcen dynamisch genutzt werden könnten.

RCVE bietet ein einheitliches und automatisches Management verschiedener heterogener Server-Pools. IT-Administratoren können zudem den gesamten Server-Lifecycle mittels einer grafischen Konsole intuitiv verwalten. Neben den Primergy Blade Servern unterstützt RCVE auch Primergy Rack- und Tower-Server sowie x86-Server von Drittanbietern. Das System integriert gängige Virtualisierungstools wie VMware, Microsoft Hyper-V und Xen.

Das Management-System sichere gesamte Farmen an Produktivsystemen mit einem einzigen oder nur wenigen Standby-Systemen und ermögliche so eine kosteneffiziente Hochverfügbarkeit für komplette Server-Pools, so Fujitsu in einer Aussendung. Resource Connect VE automatisiert zudem das gesamte Lifecycle-Management. Mit Hilfe der grafischen Konsole werden die täglichen Verwaltungsaufgaben und Prozesse in einem Rechenzentrum mit gemischten physischen und virtuellen Server-Umgebungen vereinfacht.(pi/rnf)

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