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13.05.2009 apa/Rudolf Felser

Oststeirische Tecwings ist insolvent

Betroffen sind 72 Dienstnehmer und rund 190 Gläubiger. Die Überschuldung beziehungsweise der Zerschlagungswert beläuft sich auf rund 1,5 Mio. Euro.

Die oststeirische Firma Tecwings Fürstenfeld hat laut den Kreditschützern Alpenländischer Kreditorenverband (AKV) und Kreditschutzverband von 1870 (KSV) beim Landesgericht Graz einen Konkursantrag eingebracht. Betroffen sind 72 Dienstnehmer und rund 190 Gläubiger. Die Überschuldung bzw. der Zerschlagungswert beläuft sich auf rund 1,5 Mio. Euro, Passiva von fünf Mio. Euro stehen Aktiva (allerdings im Buchwert) von etwa vier Mio. Euro gegenüber. Eine Fortführung sei laut Kreditschützern nicht vorgesehen.

Das 2007 gegründete Unternehmen ist in der Fertigung für die Elektronikindustrie tätig, insbesondere bei Beschaffung, Verarbeitung sowie Prüfung und Auslieferung von Kabeln, Systemen und Schaltschränken, dies alles hauptsächlich im Verkehrswesen. Als unbeschränkt haftende Gesellschafterin fungiert Tecwings Management, als Kommanditistin die Seidel Holding. Von den 72 Dienstnehmern sind 48 Arbeiter und 24 Angestellte.

Die Ursache des wirtschaftlichen Niederganges wird seitens des Unternehmens so dargestellt, dass die Gesellschaft durch Umwandlung aus Tecwings Fürstenfeld Elektronikproduktion hervorging. Zuvor erfolgte im Sommer 2007 – anlässlich einer Sanierungskapitalherabsetzung und einer ordentlichen Kapitalerhöhung – die Kapitalbeteiligung durch die Seidel Holding. Bereits vor dieser Beteiligung sah sich die damalige Geschäftsführung aufgrund eines massiven Umsatzeinbruches veranlasst, ein Sanierungskonzept zu erstellen.

Es konnte zwar eine Entspannung der Situation geschaffen werden, aufgrund der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise wurden die Umsatzvorgaben aber nicht erreicht. Dazu seien unvorhersehbare vermehrte Gewährleistungsansprüche von Kunden und insbesondere die dadurch erzwungenen Kulanzlösungen sowie die Verschiebung eines bereits endverhandelten Großauftrages gekommen, so die Kreditschützer. Das Hauptaugenmerk im Konkursverfahren werde auf die bestmögliche Verwertung zu legen sein, hieß es. Nach Rutan Holzindustrie mit 30 Dienstnehmern und Elektrotechnik Meier bzw. Meier GmbH mit 22 Beschäftigten ist dies die nächste Insolvenz eines namhaften Betrieb in der Region. (apa)

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