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18.05.2009 Panagiotis Kolokythas*/Rudolf Felser

WolframAlpha ist gestartet

Die am Freitag gestartete Suchmaschine ist weniger Konkurrenz denn eine Ergänzung zum Angebot des Branchen-Primus Google.

Und wieder schickt sich eine Suchmaschine an, den Branchen-Primus Google vom Thron zu stoßen – oder doch nicht? Die vom britischen Physiker und Mathematiker Stephen Wolfram im März angekündigte Search-Engine WolframAlpha soll Anwendern künftig direkte Antworten auf ihre Fragen berechnen, anstatt wie Google in einer Datenbank suchen zu müssen. Diese von Wolfram zusammen mit über hundert Mitarbeitern entwickelte Suchmaschine ist seit Freitag online.

In das Sucheingabefeld können Anwender bei WolframAlpha eine konkrete Frage oder einen Begriff eingeben. Die Suchmaschine analysiert die Eingabe und gibt dazu passende Antworten. Wer beispielsweise "gold" eingibt, der erfährt die chemische Bezeichnung von Gold, erhält den aktuellen Gold-Preis und viele andere Fakten rund um das Thema. Nach Eingabe von "10g gold" berechnet Wolfram Alpha den aktuellen Preis (326 US-Dollar) und liefert zusätzliche relevante Infos.

Wie lange ist der 14. Juni 1973 her? Eine Antwort liefert Wolfram Alpha, wenn man das Datum eingibt ("June 14, 1973"). Dazu noch Informationen darüber, wo auf der Welt an diesem Tag ein Feiertag ist. Wer den Namen eines Landes oder einer Stadt eingibt, der erfährt beispielsweise, wie spät es dort ist und wie das Wetter ist. ""2+2" kann Wolfram Alpha natürlich ebenfalls ausrechnen. Aber das kann auch Google. Wolfram Alpha ist aber auch in der Lage, komplexere Rechenaufgaben und Formeln zu lösen und anschaulich zu präsentieren, wie die Eingabe von "x^2 sin(x)" demonstriert. Wer "Pi 50 digits" eingibt, der erhält als Antwort die ersten 50 Ziffern von Pi.

WolframAlpha ist derzeit leider nur in englischer Sprache verfügbar. Die "computational knowledge engine" lädt dazu ein, Fragen zu stellen. Unterm Strich stellt Wolfram Alpha aber weniger eine Konkurrenz für Google dar, sondern eher für Wikipedia. Wer eine konkrete Information benötigt, wird bei WolframAlpha schneller fündig. "Gelernte Verhaltensweisen" von Google lassen sich aber kaum bis garnicht übernehmen.

Der Ansturm auf die frisch gestartete Suchmaschine war am freitag enorm, so dass Suchanfragen teilweise nicht beantwortet werden konnten oder die Suchmaschine angab, noch nicht gestartet zu sein. Mittlerweile scheinen diese Probleme jedoch behoben.

*Panagiotis Kolokythas ist Redakteur der deutschen PC-Welt.

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