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19.05.2009 Oliver Weiss

Optimierter Entwicklungsprozess verbessert Produktqualität

Mit Hilfe der PLM-Lösung Aras Innovator ist Freudenberg in der Lage, die Abläufe in der Entwicklung zu standardisieren.

Hohe Innovationskraft und außergewöhnliche Produktqualität sind entscheidende Faktoren im globalen Wettbewerb. Wer als Hersteller langfristig auf gleichbleibend hohem Niveau produzieren möchte, benötigt dafür Abläufe in seinem Unternehmen, die für fehlerfreie und gut dokumentierte Entwicklungsprozesse sorgen. IT-seitig setzen produzierende Unternehmen daher auf Anwendungen für das Product Lifecycle Management (PLM) und auf Prozessebene auf Standards wie APQP.

Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik (FDS), Zulieferer der Automobilindustrie, des Maschinenbaus, der Chemie-, Prozess- und Lebensmittelindustrie, hat an insgesamt 21 europäischen Standorten die Open-Source-Anwendung Aras Innovator implementiert. Mit Hilfe der Product Lifecycle Management-Lösung ist FDS in der Lage, die Abläufe in der Entwicklung zu standardisieren und konsequent nach der Qualitätsmanagementmethode APQP (Advanced Product Quality Planning) auszurichten.

APQP ist eine im Wesentlichen in der Automobilindustrie entstandene Methode, nach der auch FDS neue Produkte entwickelt. APQP legt die einzelnen Schritte im Entwicklungsprozess fest und sorgt damit für eine weitgehende Standardisierung. Wesentliches Ziel dieser systematischen Vorgehensweise ist es, Risiken und potenzielle Fehlerquellen möglichst frühzeitig schon während der Entwicklungsphase zu identifizieren. So lassen sich Fehler rechtzeitig beheben und der Übergang von der Entwicklung zur Serienproduktion erfolgt reibungsfrei.

Gründe für die Auswahl von Aras Da Aras Innovator als Enterprise Open Source-Lösung kostenfrei verfügbar ist, war FDS in der Lage, ohne Vorabinvestitionen in Software-Lizenzen die PLM-Software zu evaluieren. Die wirtschaftliche Einstiegshürde war daher sehr gering und Investitionen beschränkten sich im Wesentlichen auf die Einarbeitung der eigenen Mitarbeiter sowie das Einrichten der Lösung.

Auf fachlicher Seite überzeugte Aras Innovator durch die hohe Flexibilität, mit der Freudenberg die bereits bestehenden Arbeitsabläufe im PLM-System abbilden konnten. Zudem ist bereits ein Standard-Modul für APQP-Prozesse in Aras Innovator vorhanden. Der integrierte grafische Workflow-Editor erlaubt darüber hinaus das Anpassen und Modellieren von Geschäftsprozessen durch technisch versierte Nutzer innerhalb einer Fachabteilung. FDS war so in der Lage, das Qualitätsmanagement transparent und flexibel in Aras Innovator abzubilden und auf eigene Bedürfnisse anzupassen.

Technologisch konnte Aras Innovator ebenfalls überzeugen. Da die Lösung ausschließlich auf Microsoft-Technologien setzt, war das Know-how zum Betrieb dieser Infrastrukturkomponenten bei FDS bereits vorhanden. Darüber hinaus nutzt Aras Innovator konsequent die Vorteile einer service-orientierten Architektur: Lösungskomponenten stehen als modulare Web Services bereit und sind rasch und effizient mit bereits vorhandenen Unternehmensanwendungen integrierbar. Auch ist mit der SOA eine schrittweise Einführung der PLM-Lösung sinnvoll realisierbar. Bei FDS erfolgte die Integration mit SAP ERP sowie mit dem Dokumentenmanagementsystem Saperion ungewöhnlich schnell und unkompliziert, da alle zu integrierenden Anwendungen Web Services-Standards wie XML und SOAP unterstützten.

Einzelne Arbeitsplätze hatten die IT-Mitarbeiter bei FDS ebenfalls schnell angebunden: Der Zugriff auf das PLM-System erfolgt ausschließlich über Web-Browser. Ein Internet Explorer und die Weitergabe der Startadresse genügen, damit Benutzer mit dem System arbeiten können.

Erfolgsfaktoren Aras Innovator ist bei FDS in mehreren Ländern im Einsatz. Dennoch basiert das System auf einer zentralen Datenbank und einem zentralen Server, von dem aus alle Standorte bedient werden. Besonderes Augenmerk haben die IT-Verantwortlichen daher auf eine leistungsfähige WAN-Performance gelegt, um eine hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit zu erreichen. Die APQP Prozess- und Datendefinitionen sind im XML-Format gespeichert, so dass eine hohe XML-Verarbeitungsgeschwindigkeit der Datenbank kritisch für die Gesamtperformance des Systems ist.

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