Technik verkauft sich trotz Krise halbwegs gut Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


20.05.2009 apa/Rudolf Felser

Technik verkauft sich trotz Krise halbwegs gut

Sinkende Preise haben in Österreich zu Umsatzrückgängen bei Unterhaltungselektronik, IT, Telekommunikation und im Fotobereich geführt.

Stark sinkende Preise in vielen Warengruppen haben in Österreich zu Umsatzrückgängen bei Unterhaltungselektronik, Informationstechnologie, Telekommunikation und im Fotobereich geführt. Elektrogeräte und Büroausstattung waren zwar im Plus, konnten aber ein Gesamtminus von 3,5 Prozent bei technischen Konsumgütern im ersten Quartal 2009 auf 842 Mio. Euro nicht verhindern. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen die Erlöse noch bei 872 Mio. Euro, ergibt der aktuelle TEMAX-Index von GfK Retail and Technology.

Zwar seien "natürlich gewisse Auswirkungen der Wirtschaftskrise auch in diesem Bereich feststellbar", bei typischen Haushaltsanschaffungen wie Fernsehgeräten, Hifi-Anlagen oder Haushaltsgeräten würden dennoch weiterhin gute Verkaufsmengen registriert. Dies könnte auf gegenläufige Trends, wie etwa den zum "cocooning" zurückzuführen sein. "Die Konsumenten investieren offensichtlich gerade in Krisenzeiten in den Heimbereich und sparen eher bei anderen Ausgaben", so GfK.

Bei Unterhaltungselektronik wurde laut den Angaben der höchste Umsatzrückgang - minus 8,9 Prozent auf 223 Mio. Euro - verzeichnet. Der steigende Absatz von Flachbild-Fernsehern stützte das Quartalsergebnis etwas. Rund 177.000 verkaufte Einheiten bedeuten ein ansehnliches Plus von 26 Prozent. Zurückzuführen ist diese starke Performance allerdings auf aggressive Preisreduktionen, was zu einem eher beschaulichen Umsatzanstieg von 2,5 Prozent geführt hat. Zuwächse gab es auch bei Heimkino-Anlagen (plus 34 Prozent), Audio-Receivern (plus 6 Prozent) und Verstärkern (plus 19 Prozent). Stark unter Druck stehen derzeit die portablen Mediaplayer wegen der zunehmenden Konkurrenz durch Smartphones.

Im Bereich Informationstechnologie gingen die Umsätze um 7,1 Prozent auf 186 Mio. Euro zurück. Zwar gibt es zweistellige Zuwächse bei der Nachfrage im B2C-Geschäft - hier wirkt sich der Trend zu mobilen Produkten (Notebooks/Netbooks) aus -, das B2B-Geschäft ist aber stark von der Wirtschaftskrise betroffen. Der Markt für Desktop-PCs verbuchte ein Umsatzminus von 24 Prozent. Bei Büroausstattung (Office Equipment Consumables) gab es im ersten Quartal einen Umsatzzuwachs von 8,3 Prozent auf 68 Mio. Euro. Die wichtigsten Wachstumstreiber bleiben hier die MFDs (Multifunktionale Büromaschinen) und die Verbrauchsmaterialien (Druckerpatronen, Toner, etc.). Gleichzeitig habe sich der negative Trend bei den Stand-Alone Druckern und den kleinen Fotodruckern weiter fortgesetzt, so GfK.

Ein Minus von 6,7 Prozent auf 80 Mio. Euro verzeichnete der Bereich Telekommunikation. Während die Nachfrage nach ans Festnetz gebundene Endgeräte (Telefone, Anrufbeantworter und Faxgeräte) weiterhin sinkt, gibt es bei der Mobilkommunikation einige Wachstumssegmente. Bereits etwa jedes siebente im ersten Quartal 2009 verkaufte Handy war ein Smartphone, womit Österreich einen Spitzenplatz im europäischen Vergleich besetzt, heißt es in einer Aussendung. Positiv entwickelte sich weiterhin auch der Anteil vertragsfrei verkaufter Handys, während Vertrags- und Wertkartenhandys rückläufig waren.

Im Fotobereich sank der Umsatz um 5,5 Prozent auf 43 Mio. Euro. Allerdings wurden durch den Rückgang der Durchschnittspreise bei digitalen Kameras um 16 Prozent stimulierende Impulse für die Konsumentennachfrage ausgelöst. Wertmäßige Zuwächse konnten lediglich Kompakt-Kameras mit Weitwinkel-Funktion (bis 30mm) und/oder einer Auflösung von zumindest 9 Megapixel erzielen. Aber auch "Superzoom"-Kameras (ab zwölffach optischem Zoom) verbuchten zuletzt steigende Absatzmengen. Der Markt für Elektrokleingeräte legte um 6,3 Prozent auf 79 Mio. Euro zu, bei den Elektrogroßgeräten betrug das Wachstum 2,4 Prozent auf 162 Mio. Euro. (apa)

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