Jammer auf hohem Niveau Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


20.05.2009 Edmund Lindau

Jammer auf hohem Niveau

Es sind vor allem die Aufträge und Umsätze mit der krisengeschüttelten Industrie, die den österreichischen Softwareunternehmen wegbrechen.

»Die heimische Softwareindustrie wird auch die gegenwärtige Wirtschaftskrise überleben«, so VÖSI-Präsident Peter Kotauzek . Im Moment wirke sich die Wirtschaftskrise noch nicht all zu sehr auf die österreichische Softwareindustre aus, aber »es ist besser davon auszugehen, dass es sich bei der gegenwärtigen Krise nicht um eine normale Konjunkturdelle handelt, sondern um den Beginn eines tiefgreifenden Strukturwandels«, so Kotauzek. Was die heimischen Softwareunternehmen betrifft, erwartet er im Sommer dieses Jahres vereinzelt Liquiditätsengpässe. »Auslaufende Aufträge und Stornos in letzter Minute könnten in den Sommermonaten zu einer Verschärfung der Situation führen.« Dies könnte zu einem weiteren Konsolidierungsprozess innerhalb der Branche führen: »Die Spitze der österreichischen Top-Softwareunternehmen ist bereits heute sehr schmal. Die Zahl der mittelständischen SW-Unternehmen, soweit sie überhaupt noch vorhanden sind, wird sich weiter reduzieren. Dafür wird die Basis der Klein- und Kleinst-Softwareunternehmen noch breiter«, beschreibt der VÖSI-Chef den bevorstehenden Strukturwandel der Branche.

Peter Kotauzek: »Allerdings sollte gerade diese Branche ein tieferes Verständnis für Strukturbrüche aufbringen als andere Berufszweige. Immerhin wurde unsere Branche in den letzten dreißig Jahren immer wieder von lawinenartigen Umwälzungen im technologischen Bereich überrollt. Schon vergessen? Der Untergang der Zentralrechner, die Web-Revolution, die Konvergenz von Computer und Telefon, die Open-Source-Bewegung? Wir sind damit fertig geworden. Und die Branche gibt es immer noch. Weil man uns braucht und weil wir nützlich sind.«

Und darin sieht er auch den Schlüssel für die Zukunft: »Wir müssen uns im kommenden ‘wirtschaftlichen Winter’ nützlich machen. Krisen sind immer auch Chancen für Neues«. Was den Softwarestandort Österreich betrifft, so sieht er enorme Kreativitätspotenziale: Es mangle nicht an Ideen, das was fehle am erfolgreichen »Rollout«.

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