Drei sieht das Positive in der Krise Detail - Computerwelt

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20.05.2009 Christof Baumgartner

Drei sieht das Positive in der Krise

Sechs Jahre nach dem Start von Hutchison 3G Austria (Drei) sieht Geschäftsführer Berthold Thoma sein Unternehmen so gut dastehen wie noch nie.

Sechs Jahre nach dem Start von Hutchison 3G Austria (Drei) sieht Geschäftsführer Berthold Thoma sein Unternehmen so gut dastehen wie noch nie: »Wir hatten das erfolgreichste Jahr unserer Firmengeschichte.« In Zahlen heißt das 713.000 Kunden, was einem Anstieg um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht und ein Umsatz von 170 Millionen Euro, ein Rückgang um fünf Prozent. Als Grund für den Umsatzrückgang nannte Thoma die »massive Senkung der Mobilfunk-Terminierungsentgelte im Vergleich zum Vorjahr«. Diese wurden von der Regulierungsbehörde RTR mit einer Preisreduktion von über vier Cent oder minus 32 Prozent für jede ankommende Sprachminute für Drei am stärksten gesenkt. Der derzeit herrschenden Krise kann Thoma durchaus auch Positives abgewinnen, denn Geschäftskunden würden »vom teuren Marktführer Mobilkom« zu Drei wechseln. Auch die von den anderen Anbietern nicht gerade erwünschte Roaming-Regulierung findet Thoma »begrüßenswert«. Dadurch könnten »entscheidende Hemmschwellen in der Nutzung fallen«.

FESTNETZNUMMER IM DREI-NETZ Der Wachstumsmotor für Drei war aber das mobile Internet. Pro Monat verbrauchen Drei-Kunden 450 TByte an Daten. »Das entspricht einem 11.000 Kilometer hohen Stapel A4-Seiten. Kein Anbieter hat einen so hohen Daten-Traffic wie wir«, so Thoma. Derzeit biete man eine »UMTS-Netzabdeckung von 94 Prozent« in Österreich. In den letzten Jahren wurde allein der ländliche Raum um rund 300 Millionen Euro ausgebaut. 2009 will man wieder einen »dreistelligen Millionenbetrag« in den Ausbau des Netzes stecken. So beginnt das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2009 mit der Umrüstung auf den Datenübertragungsstandard HSPA+ und will damit Datenübertragungsraten von bis zu 28Mbit/s ermöglichen. Damit sollen noch mehr Kunden vom klassischen Festnetzanschluss Abschied nehmen und auf eine mobile Variante umsteigen. Das will Drei mit einem neuen Router forcieren. Der Router bietet auch einen Steckplatz für den Festnetzapparat. Die Festnetzrufnummer kann in diesem Fall behalten werden, telefoniert wird aber über das Drei-Netz.

An Endgeräten will Drei 2009 – neben dem Google-Handy HTC Magic – das hauseigene Gerät INQ2 bringen, das es ab Herbst geben soll. »Zäh« verläuft derzeit noch die Vermarktung von mobilem Fernsehen. Ziel ist es daher. die Reichweite von MobileTV über eine neutrale Institution (Teletest) auszuweisen, um den teilnehmenden Sendern eine bessere Vermarktung zu ermöglichen. 2010 sollte diese Ziel erreicht sein.

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