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20.05.2009 Michaela Holy, pi

Der Rotstift wird angesetzt

HR-Verantwortliche aus österreichischen Unternehmen zeigen auf, wo gespart wird – meist kurzfristig und an den falschen Enden.

Aktuell wird vor allem der Abbau von Überstunden und Urlaub gefördert, so das Ergebnis einer Befragung der FH-Wien-Studiengänge. Aber auch bei Firmenfeiern und Beratungsaufträgen wird massiv gespart. Lehrgänge und Seminare für Mitarbeiter werden oft gar nicht mehr angeboten. Konkret werden vor allem Weiterbildungsmaßnahmen in den Bereichen Moderation oder Strategieentwicklung reduziert. 54 Prozent vermindern Führungskräfte-Lehrgänge, 40 Prozent sparen bei Moderations-Seminaren und über 35 Prozent bei Teamentwicklung, Projekt- und Konfliktmanagement. Weniger stark reduziert werden Verkaufs-Schulungen. 15 Prozent der Befragten gaben sogar an, mehr Seminare zu Vertriebsthemen anzubieten. 58 Prozent der Befragten gaben an, an Beratungsaufträgen einzusparen.

Unter dem Titel »Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das Personalmanagement« haben Julia Halwax und Martina Morell, HR-Expertinnen der FH-Wien-Studiengänge der Wirtschaftskammer Wien, Personalverantwortliche aus 160 österreichischen Unternehmen befragt. Die Wirtschaftskrise wirkt sich danach bei 60 Prozent der Unternehmen stark bis sehr stark aus. Nur elf Prozent der Unternehmen geben an, dass sie sich, aufgrund der Branche oder langfristiger Verträge, gering bis gar nicht auf das Personalmanagement auswirkt. 66 Prozent der Befragten fördern den Abbau von Urlaubstagen, knapp gefolgt von der Restrukturierung der Prozesse mit 65 Prozent. Überstundenabbau wird von 64 Prozent unterstützt. 78 Prozent geben an, freiwillige Sozialleistungen für die Mitarbeiter nicht auszusetzen, 77 Prozent der Befragten haben keine Kurzarbeits-Pläne und bei 72 Prozent kommt die Reduzierung von Lehrstellen nicht in Frage. »Es gibt offensichtlich ein gängiges Maßnahmenpaket, das die betroffenen Unternehmen einsetzen. Kurzarbeit gehört allerdings nicht dazu«, so Halwax.

Die Stimmung in den Unternehmen zeigt sich etwas düster: So hat sich in 42 Prozent der Unternehmen die Stimmung verschlechtert. 57 Prozent geben an, dass die Mitarbeiter Angst haben ihren Job zu verlieren, 51 Prozent spüren eine hohe Unsicherheit im Unternehmen. 79 Prozent der Unternehmen geben aber an, dass nun durch die Wirtschaftskrise offener mit den Mitarbeitern kommuniziert wird als bisher. 57 Prozent der Befragten setzen sogar konkrete Informations- und Kommunikationsmaßnahmen, um die Stimmung im Unternehmen aufrecht zu erhalten.

Ein Aufschwung für die Unternehmen wird von 50 Prozent bis Mitte 2010 erwartet, 43 Prozent rechnen damit bis Mitte 2011.

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