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22.05.2009 Rudolf Felser

T-Systems Young Innovation Award 2009 vergeben

Mit dem Projekt Einsatzplanung und -verwaltung für den Bergrettungsdienst konnte sich die HTBLA Kaindorf an der Sulm durchsetzen.

Gute Ideen hat der IKT-Nachwuchs: T-Systems hat als zentraler Kooperationspartner des Österreichweiten Schüler-Wettbewerbes Jugend Innovativ zum dritten Mal den Sonderpreis für Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) ausgeschrieben. Der T-Systems Young Innovation Award 2009 geht an ein sechsköpfiges Schülerteam der Höheren Technischen Bundeslehranstalt (HTBLA) Kaindorf an der Sulm in der Steiermark. Mit ihrem Projekt Einsatzplanung und -verwaltung für den Österreichischen Bergrettungsdienst konnten sich die Schüler erfolgreich bei der IKT-Jury mit Sabine Matzinger vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend und einem T-Systems-Fachexpertenteam durchsetzen.

Das innovative Schülerprojekt optimiert zwei Haupterfolgsfaktoren, die bei Bergrettungseinsätzen eine entscheidende Rolle spielen: die Planungs- bzw. Vorbereitungszeit von Einsätzen sowie die Überwachung von Einsatzgruppen im Gelände. Der zuständige Einsatzleiter erhält Zugriff auf eine zentrale Bergretter- und Material-Datenbank aller umliegenden Ortsstellen und kann so den Gruppeneinsatz rascher koordinieren. Unterstützend bietet das System eine Darstellung des Einsatzgebietes anhand von 2D/3D-Satellitenbildern, eine Analyse der aktuellen Wetter- und Lawinensituation, die Möglichkeit des GPS-gestützten Verfolgens und Navigierens der Einsatzgruppen und deren Marschrouten bis zur Unfallstelle in Echtzeit sowie die Einsatzdokumentation inklusive digitalem Funkprotokoll. Das System wurde bereits bei Übungen und Einsätzen in der Praxis getestet und lässt sich auch für andere Einsatzzwecke, wie beispielsweise für die Überwachung von Skigebieten, adaptieren und erweitern.

Georg Obermeier, Vorsitzender der Geschäftsführung von T-Systems in Österreich, gratulierte im Beisein von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Sektions-Chef Theo Siegl vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, sowie Kurt Leutgeb, interimistischer Geschäftsführer der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft, im Rahmen des Jugend Innovativ Finales am 20. Mai im Raiffeisen Forum Wien den glücklichen Gewinnern.

Platz zwei ging an die HTBLA Leonding in Oberösterreich für das Projekt Brain Computer Interface. Zwei Schüler haben sich dabei mit der Gedanken-basierenden Steuerung einer Figur in der virtuellen Welt "Second Life" auseinander gesetzt. Die Steuerung des Computers erfolgt ohne jegliche manuelle Interaktion über die Messung von Gehirnströmen und ermöglicht beispielsweise behinderten Menschen eine bessere Kommunikation mit der Außenwelt. Den dritten Platz belegte ein dreiköpfiges Schülerteam der HTBLA Mössingerstraße in Kärnten mit ihrem Projekt AngE (Angio Experience) - einkanalige Pulsoszillographie. Die Schüler haben ein Gerät entwickelt, das Patienten, die eine Gefäßverengung, eine andere Gefäßkrankheit oder eine Operation wie zum Beispiel einen Bypass hatten, ermöglicht, ihren Gefäßstatus selbständig und ortsunabhängig auch von zu Hause aus zu überprüfen. Über eine eigens programmierte Software, die im System enthalten ist, kann der behandelnde Arzt alle auf dem Gerät gespeicherten Messungen einsehen und den Verlauf der Gefäßkrankheit bestimmen und anhand dieser sehr rasch eine Diagnose erstellen.

Neben den Siegerprämien von insgesamt 4.500 Euro gewinnen die T-Systems Young Innovation Award Preisträger auch eine Reise zu den Forschungslabors der Deutschen Telekom - den T-Laboratories - nach Berlin. Dort haben die jungen Nachwuchstalente im Sommer die Möglichkeit, ihr Projekt Konzernexperten aus dem Innovationsmanagement vorzustellen und sich Feedback einzuholen. (pi)

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