Microsoft: Kumo heißt jetzt Bing Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


26.05.2009 Rudolf Felser/apa

Microsoft: Kumo heißt jetzt Bing

Der Softwarehersteller will seine neue Suchmaschine nach einem Medienbericht Bing taufen und bis zu 72 Mio. Euro in die Werbung investieren.

Microsoft will seine neue Suchmaschine nach einem Medienbericht "Bing" taufen und massiv in die Werbung für das Produkt investieren. Der Softwarehersteller plane eine Kampagne in allen Mediengattungen und werde zwischen 80 und hundert Mio. Dollar (bis zu 72 Mio. Euro) ausgeben, berichtete das Fachmagazin "Advertising Age" in der Online-Ausgabe. Das ist ein ordentlicher Batzen Geld für Suchmaschinen-Werbung. Zum Vergleich: Google gab im ganzen Jahr 2008 insgesamt 25 Mio. US-Dollar für Werbung aus.

Die Agentur JWT übernehme die Gestaltung der Kampagne, so der Bericht. Im Gegensatz zu Microsoft-Werbekampagnen, die den Konkurrenten beim Namen nennen und direkt angehen, soll die Werbekampagne für Bing neutral gehalten werden. Konkurrenz-Suchmaschinen werden mit "aktuelle Suchmaschinen" zusammengefasst. In der Werbekampagne sollen die Vorzüge von Bing im Vergleich zu den anderen Suchmaschinen stehen. Dazu gehört beispielsweise, die von Microsoft ermittelte Zahl, dass 42 Prozent aller ersten Suchanfragen für die User zu keinem Ergebnis führen und daher die Suchanfragen verfeinert werden müssen. Bing soll die Anwender bereits beim ersten Versuch die richtigen Suchergebnisse präsentieren.

Es wird erwartet, dass Steve Ballmer Bing auf der "D: All Things D conference" zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellen wird. Abzuwarten bleibt, ob Bing dann auch gleich für die Allgemeinheit verfügbar sein wird. Fakt ist, dass Microsoft sich die Domain Bing.com und Bing.de bereits gesichert hat. Bisher war das Projekt unter dem Codenamen "Kumo" bekannt. Microsoft kommentierte den Bericht nicht.

Microsoft liegt mit seiner Suchmaschine Windows Live Search derzeit weit hinter Marktführer Google. Weltweit erreichte der Konzern 2008 laut Zahlen des Dienstleisters Netapplications einen Marktanteil von 4,8 Prozent, während Google auf 81 Prozent kam. "Advertising Age" wertet die Kampagne als Attacke auf den Marktführer: "Google hat sicherlich noch nie so einem großen Werbeangriff gegenübergestanden." (apa/idg/rnf)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.



Hosted by:    Security Monitoring by: