T-Mobile startet LTE-Testlauf in Wien Detail - Computerwelt

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03.06.2009 Christof Baumgartner

T-Mobile startet LTE-Testlauf in Wien

Der als UMTS-Nachfolger gehandelte Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) wird sich schneller durchsetzen als alle Vorgänger.

Der als UMTS-Nachfolger gehandelte Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) wird sich schneller durchsetzen als alle Vorgänger. Das meinen zumindest die Experten des Marktforschunginstitutes Pyramid Research. Demnach soll die Nutzerschaft von 2010 bis 2014 eine Wachstumsrate von über 400 Prozent aufweisen. Grund dafür sei, dass hier zum ersten Mal die meisten wichtigen Akteure – Netzbetreiber und Anbieter – hinter dem gleichen neuen Standard stünden, sagt Daniel Locke von Pyramid Research. »Bis heute haben weltweit 27 Mobilfunkbetreiber erklärt, auf den Einsatz von LTE zu setzen, zwölf davon erwarten den Rollout erster kommerzieller Dienstleistungen im Jahr 2010 und den Rest 2011 und 2012«. Ericsson und der Mobilfunker Teliasonera haben kürzlich in Stockholm den ersten kommerziellen LTE-Standort der Welt vorgestellt.

Nun hat auch T-Mobile Austria einen Testlauf mit der neuen Technologie gestartet. In den Next Generation Mobile Networks sollen Übertragungsraten von bis zu 150 Mbit/s möglich sein. In Deutschland läuft bei der Konzernmutter bereits seit einem Jahr ein Test. Für den Test wurden zwei LTE-Antennen von Huawei im T-Mobile Shop im T-Center installiert und vier Modems gleichzeitig in eine Zelle eingebucht. Damit konnte über die Luftschnittstelle eine Datenübertragung von 130 Mbit/s erreicht werden. Zum Vergleich: Im Breitband-Internet für Endkunden über ADSL sind derzeit Downloadraten von maximal etwa 40 Mbit/s üblich, meist erheblich weniger. Der Provider UPC hat vor Kurzem angekündigt, seinen Kunden ab Sommer 2009 Downloadraten von 100 Mbit/s zu bieten. Die neue Technologie soll es zudem ermöglichen, mehrere Anwendungen parallel laufen zu lassen. Zum Beispiel könnte man gleichzeitig ein Video und Musik downloaden, ohne dass die Bandbreite zu knapp wird. Bei den eingesetzten Modems handelt es sich aber noch um Prototypen. Bis die Technologie zu günstigen Preisen auf USB-Stickgröße geschrumpft werden kann, ist laut T-Mobile Austria-Chef Robert Chvátal noch viel Arbeit nötig. In ein bis zwei Jahren soll es jedoch so weit sein.

Um die nächste Generation des Mobilfunks auch in die Realität umsetzen zu können, ist die Vergabe neuer Frequenzbänder erforderlich. Dies kann einerseits durch die digitale Dividende oder aber durch die Verteilung von 2,6 GHz Frequenzen geschehen. Die österreichische Politik und die Regulierungsbehörde haben sich dazu noch nicht klar geäußert. »Diese Entscheidung ist dringend notwendig, um den Telekommunikationsunternehmen auch eine Planungssicherheit gewähren zu können«, so Chvátal.

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