Österreichs Roboter-Segler Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


03.06.2009 Rudolf Felser

Österreichs Roboter-Segler

Die heimischen Weltmeister im Roboter-Segeln bereiten sich auf die kommende WM in Portugal vor. Die Konkurrenz wird von Jahr zu Jahr größer.

Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im Roboter-Segeln, die vom 6. bis 12. Juli in Portugal ausgetragen wird, treten unbemannte Segelboote ganz ohne menschliches Eingreifen gegeneinander an. Mit dabei auch das österreichische Team der Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (InnoC), das sich mit seiner ASV Roboat bei der Heim-WM im vergangen Jahr den Weltmeistertitel holte.

Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das österreichische Forscherteam rund um Roland Stelzer und Karim Jafarmadar bereitet sich und sein Boot auf den großen Wettkampf in Portugal vor. Die Technologie muss perfektioniert werden, schließlich ist das Boot bei den Wettkämpfen am Atlantik ganz auf sich allein gestellt.

Roboter-Segelboote führen die komplexen Abläufe des Segelns vollautonom und ohne menschliches Zutun durch. Angefangen von der Berechnung der optimalen Route anhand von Wetterdaten bis hin zur selbstständigen Durchführung von Wende und Halse sind autonome Segelboote durch die Analyse von Sensordaten mittels künstlicher Intelligenz fähig, jedes beliebige Ziel anzusegeln. Lediglich die Eingabe der Zielkoordinaten erfolgt durch einen Menschen.

Die internationale Konkurrenz im Bereich des Roboter-Seglens wird immer größer. Die Teilnehmerzahl an der Roboter-Segel Weltmeisterschaft hat sich im Vergleich zum letzen Jahr von vier auf neun teilnehmende Boote mehr als verdoppelt. Das amtierende Weltmeisterboot aus Österreich muss sich gegen Konkurrenten aus der Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Portugal und den USA durchsetzen. Der Leiter des Roboat-Teams Roland Stelzer zeigt sich dennoch zuversichtlich. "Wir haben im vergangen Jahr viel an unserem Boot weiterentwickelt. Vor allem im Bereich der Antriebsmechanik für Ruder und Segel gibt es erhebliche Neuerungen. Das erhöht die Zuverlässigkeit und Stabilität des Bootes enorm", so Stelzer. Des weiteren sollen ein ausgereiftes Energiekonzept, neue Segel, sowie Optimierungen an den intelligenten Steueralgorithmen dem österreichischen Teilnehmer zum Sieg verhelfen.

Über mögliche Anwendungsgebiete der Technologie von Roboter-Segelbooten wird unter anderem auf der wissenschaftlichen Konferenz, die zeitgleich mit der Weltmeisterschaft in Portugal abgehalten wird, diskutiert. Derartige Technologien könnten beispielsweise für meteorologische Messungen auf den Weltmeeren eingesetzt werden, oder zur Sicherheit im Yachtsport beitragen. Das österreichische Forscherteam arbeitet derzeit zusammen mit einer amerikanischen Universität an einem Projekt zur Erforschung von Walen im Pazifik.(pi/rnf)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.



Hosted by:    Security Monitoring by: