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03.06.2009 Michaela Holy, pi

Fraunhofer in Österreich

Fraunhofer hat mit Fraunhofer Austria Research eine neue Tochter.

Gemeinsam mit den in Wien und Graz ansässigen Technischen Universitäten entwickelt die neue Fraunhofer-Tochter praktische Lösungen für Auftraggeber aus der Industrie. »Forschung kennt keine Grenzen – das gilt auch für die Auftragsforschung«, erklärt Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. »Innerhalb der letzten Jahre ist in Europa ein bedeutender Markt für Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen entstanden. Wer von diesem Markt profitieren will, muss sich dem internationalen Wettbewerb stellen, Kontakte knüpfen sowie technologische Strömungen und Marktentwicklungen aufgreifen.« Die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft haben diesen Trend rechtzeitig erkannt: 2008 erwirtschafteten sie mit Auftragsforschung 52 Millionen Euro im europäischen Wirtschaftsraum, allein in Österreich waren es knapp sieben Millionen. Österreich ist damit der wichtigste Partner der Fraunhofer-Gesellschaft in Europa.

»Mit der Gründung der Fraunhofer Austria Research reagieren wir auf die steigende Nachfrage Österreichs nach Technologie-Transfer. Hier können wir unsere Erfahrungen bei der Umsetzung neuer technischer Entwicklungen in praxistaugliche Produkte, die wir über sechs Jahrzehnte gesammelt haben, optimal einbringen«, ergänzt Fraunhofer-Vorstand Ulrich Buller.

In Graz ist die Projektgruppe an die TU angebunden. »Wir stehen hier im ständigen Austausch mit dem Exzellenzzentrum für Visual Computing, das zu den führenden Einrichtungen Europas auf diesem Gebiet gehört. Hier entstehen innovative Ideen, die nur darauf warten, in die Praxis umgesetzt zu werden«, erklärt Dieter Fellner. Er leitet das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt und die Fraunhofer-Projektgruppe an der TU Graz. Ein neues Programm, das die Grazer Forscher entwickelt haben, ermöglicht beispielsweise die hochauflösende computergrafische Visualisierung von Oberflächen.

Auch Molekularbiologen profitieren von der Zusammenarbeit zwischen der TU Graz und den Fraunhofer-Forschern: Mit einer neuen Visualisierungs-Software lassen sich kompliziert gefaltete Proteine, die aus Tausenden von Aminosäuren bestehen, dreidimensional darstellen, drehen und heranzoomen. »Bei der Untersuchung von Molekül-Strukturdaten entsteht eine riesige Datenflut, die kaum noch überschaubar ist. Unser Tool verwandelt diese Daten in anschauliche Bilder«, so Eva Eggeling, Leiterin des Geschäftsbereiches Visual Computing der Fraunhofer Austria in Graz.

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