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08.06.2009 apa/Rudolf Felser

Deutsche Telekom bangt um Gelbe Seiten

Die Deutsche Telekom-Tochter Detemedien muss nach einer Entscheidung des Patentamts um ihre bekannte Marke Gelbe Seiten bangen.

Die Deutsche Telekom-Tochter Detemedien muss nach einer Entscheidung des Patentamts um ihre bekannte Marke "Gelbe Seiten" bangen. Das Deutsche Patent- und Markenamt hat nach Angaben des Telefonauskunftsanbieters Telegate den Schutz für die sogenannte Wortmarke "Gelbe Seite" für die Branchen-Telefonbücher und ihre elektronischen Ausgaben aufgehoben.

Die mittlerweile zu Telegate gehörende Klicktel hatte vor zwei Jahren gegen die Exklusiv-Rechte der Telekom geklagt. Der Firma war seinerzeit gerichtlich untersagt worden, einen eigenen Auskunftsdienst unter dem Namen "Gelb.de" zu starten.

Da die Telekom die Behördenentscheidung anficht, kann der Begriff "Gelbe Seiten" zunächst weiter nicht von anderen Firmen genutzt werden, wie eine Sprecherin der in Hamburg ansässigen Detemedien erläuterte: "Wir haben bereits Rechtsmittel eingelegt, womit die Beschlüsse nicht rechtskräftig werden." Bis zu einer endgültigen Entscheidung des Bundespatentgerichts bleibe der Markenschutz in vollem Umfang bestehen.

Telegate ist nach der Deutschen Telekom die Nummer zwei auf dem Telefonauskunftsmarkt. Da der Umsatz hier aber stetig schrumpft, setzt das Unternehmen verstärkt auf Werbung und Suchmaschinen-Marketing. Detemedien gibt die Gelben Seiten zusammen mit 16 Verlagen heraus.

In Österreich "kümmert" sich Herold um die Marke "Gelbe Seiten". Hierzulande sind es vor allem mehr oder minder unseriöse Anbieter aus dem Ausland, die mit Anspielungen auf die Marke versuchen Geld zu verdienen. Bei Herold fürchtet man sich nicht vor ähnlichen Vorkommnissen wie in Deutschland, wie Computerwelt.at auf Anfrage bei Herold herausgefunden hat. "Aus Pressemeldungen geht hervor, dass Gegenstand des Markenverfahrens in Deutschland angeblich die Wortmarke 'Gelbe Seite' ist. Rein beschreibende Marken, was auch auf den reinen Wortlaut 'Gelbe Seite' unter Umständen zutreffen könnte, sind in Österreich nicht registrierbar. Die für Herold in Österreich registrierte Marke ist jedoch eine Wort-Bild-Marke als grafische Ausgestaltung mit dem 'Walking Fingers'-Logo samt Wortlaut 'Gelbe Seiten' und daher nach unserem Informationsstand auch nicht mit dem Fall in Deutschland vergleichbar. Zur Wort-Bild-Marke von Herold sind in Österreich keine Gerichtsverfahren anhängig. Herold ist sich daher jedenfalls seines bestehenden Markenrechtsschutzes sicher", so die Presseabteilung vie E-Mail. (rnf/apa)

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